Jan van Aken tritt als Linken-Chef zurück – sein kurzes Erbe bleibt
Hubertus CasparJan van Aken tritt als Linken-Chef zurück – sein kurzes Erbe bleibt
Jan van Aken hat mit 65 Jahren seinen Rücktritt als Vorsitzender der Linken bekannt gegeben. Sein Abschied markiert das Ende einer kurzen, aber prägenden Amtszeit, die die politische Position der Partei in Deutschland neu definiert hat.
Van Aken übernahm die Partei zu einer Zeit, in der ihre Umfragewerte bei nur 2–3 Prozent lagen. Durch gezielte Kampagnen – oft an der Seite von Heidi Reichinnek – erweiterte er die Anziehungskraft der Linken auf ältere Wähler:innen und stärkte ihre Glaubwürdigkeit in der Außenpolitik. Bis zur Bundestagswahl im Februar 2025 stieg die Unterstützung auf 8,8 Prozent, wobei über 700.000 ehemalige Wähler:innen der Grünen zur Linken wechselten.
Bei seiner letzten Pressekonferenz holte er scherzhaft eine schwarze Kiste hinter dem Tisch hervor. Zudem gestand er ein, dass er und seine Stellvertreterin Ines Schwerdtner Journalisten zwei Jahre lang in die Irre geführt hatten. Trotz seiner stattlichen Größe von fast zwei Metern, die Schwerdtner überragte, dankte er ihr öffentlich für ihre herausragende Arbeit während ihrer gemeinsamen Zeit.
Seine Führung, eine der kürzesten in der Geschichte der Partei, hinterlässt dennoch bleibende Spuren. Nun wird erwartet, dass Luigi Pantisano auf dem anstehenden Parteitag in Potsdam sein Amt übernimmt.
Van Akens kurze, aber einflussreiche Amtszeit als Vorsitzender hat die Wahlchancen der Linken deutlich verbessert. Sein Nachfolger übernimmt eine Partei mit erneuerter Unterstützung und einer stärkeren Stimme in der Bundespolitik.






