Jazzlegende Klaus Doldinger stirbt mit 89 – ein Leben für die Musik
Hubertus CasparDeutschlands Jazz-König - Klaus Doldinger ist tot - Jazzlegende Klaus Doldinger stirbt mit 89 – ein Leben für die Musik
Klaus Doldinger, die deutsche Jazzlegende und Komponist, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Er starb am Donnerstagabend friedlich im Schlaf in seinem Zuhause, umgeben von seiner Familie. Bekannt für die ikonische Tatort-Titelmelodie und seine Filmmusik hinterlässt Doldinger ein immenses musikalisches Erbe.
Doldingers Karriere begann in den frühen 1950er-Jahren als Mitglied der Dixie-Band The Feetwarmers. Später gründete er sein erstes Ensemble, Oskar's Trio, bevor er größere Bekanntheit erlangte.
1960 unternahm er seine erste USA-Tournee und erhielt die Ehrenbürgerschaft von New Orleans. 1969 brachte er die Band Motherhood auf den Weg, gefolgt von Passport – einer Formation, die seine Laufbahn prägen sollte. Fast fünf Jahrzehnte lang trat Passport über 5.000 Mal auf und verband Jazz-Fusion mit Soul und Doldingers unverwechselbarem Klang.
Zur Besetzung zählten internationale Musiker wie der britische Keyboarder John Mealing und der deutsche Schlagzeuger Curt Cress. Die Formation von 1973 bis 1976 produzierte einige der erfolgreichsten Alben der Band. 2021 feierte The First Fifty Years of Passport das goldene Jubiläum der Gruppe.
Neben dem Jazz komponierte Doldinger Musik für Film und Fernsehen, darunter Das Boot, Die unendliche Geschichte und Liebling Kreuzberg. Zudem arbeitete er mit Künstlern wie Udo Lindenberg zusammen und festigte so seinen Platz in der deutschen Kultur.
Sein Tod markiert das Ende einer Ära für die deutsche Musikszene. Sein Schaffen – von Jazzclubs bis zu Filmmusik – prägte Generationen von Unterhaltungsgeschichte. Allein die Tatort-Melodie zählt bis heute zu den bekanntesten Stücken der deutschen Fernsehgeschichte.






