Jens Zangenfeind gewinnt Landratswahl in Miesbach mit 78 Prozent der Stimmen
Siegrid RöhrichtJens Zangenfeind gewinnt Landratswahl in Miesbach mit 78 Prozent der Stimmen
Jens Zangenfeind hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Miesbach mit einem deutlichen Ergebnis von 78 Prozent der Stimmen gewonnen. Der Sieg markiert einen Wandel in der lokalen Politik, da sich der Kandidat der Freien Wähler (FWG) gegen Franz Schnitzenbaumer von der CSU durchsetzte. Ursprünglich hatten sich sieben Bewerber um die Nachfolge des scheidenden Landrats Olaf von Löwis beworben, der auf eine zweite Amtszeit verzichtete.
Die Wahl fand vor dem Hintergrund eines sich verändernden politischen Klimas in Miesbach statt. 2014 hatte die CSU noch mit 45,2 Prozent der Stimmen dominiert, während die Freien Wähler auf 28,1 Prozent und die Grünen auf 12,3 Prozent kamen. Bis 2020 sank die Unterstützung für die CSU auf 38,5 Prozent, während die Freien Wähler auf 32,4 Prozent und die Grünen auf 18,7 Prozent zulegten. Vor der diesjährigen Abstimmung gab es keine weiteren Wahlen mehr.
Der bisherige Amtsinhaber Olaf von Löwis trat nach einer Amtszeit zurück. Sein Vorgänger war Wolfgang Rzehak von den Grünen gewesen. In der Stichwahl standen sich Zangenfeind, der ehemalige Bürgermeister von Hausham, und Schnitzenbaumer, der frühere Bürgermeister von Schliersee, gegenüber. Schnitzenbaumer erreichte lediglich 22 Prozent der Stimmen und lag damit weit hinter Zangenfeinds erdrutschartigem Sieg zurück.
Zangenfeinds deutlicher Wahlsieg unterstreicht den wachsenden Einfluss der Freien Wähler in Miesbach. Das Ergebnis bestätigt zudem den Trend, dass sich die Wählerprioritäten zunehmend auf lokale und ökologische Themen verlagern. Der neue Landrat wird nun die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger von Löwis übernehmen.






