31 January 2026, 03:12

Josef Hader fesselt zwei Stunden lang mit schwarzem Humor und Tabubrüchen

Ein Plakat von Lloyd George, ein Mann mit ernster Miene, der ein Tablett mit der Aufschrift "Wenn sie das schlucken, behalte ich meinen Job." hält.

Josef Hader fesselt zwei Stunden lang mit schwarzem Humor und Tabubrüchen

Josef Hader begeistert Publikum zwei Stunden lang im Memminger Rathaus

Der österreichische Kabarettist Josef Hader hat kürzlich im Rathaus von Memmingen ein Publikum zwei Stunden lang in seinen Bann gezogen. Mit seinem scharfen Witz und schonungslosen Meinungen brachte er die Zuschauer zum Lachen und Klatschen – ohne Pause. Bekannt für seine tiefe Stimme und seine mitreißende Bühnenpräsenz, scheut Hader keine Kontroverse.

In seinem Programm griff er eine Reihe provokanter Themen auf. So schlug er vor, moderne Sklaverei könnte eine Lösung für die Flüchtlingskrise sein – eine Aussage, die bei manchen Zuhörern vermutlich für Irritation sorgte. Auch sein selbsternannter "ethischer Vegetarismus" wurde zum Gesprächsstoff: Er behaupte, nur Tiere zu essen, die beim Töten nicht schreien.

Auch vor persönlichen Eigenheiten machte Hader nicht halt. Er gestand, gelegentlich seine IBAN mit dem Kontostand zu verwechseln – ein Fauxpas, der für Heiterkeit sorgte. Offen sprach er zudem über seinen Lebensstil, der Alkohol und Kokain einschließt, und unterstrich damit sein rebellisches Image.

Trotz – oder gerade wegen – seiner schonungslosen Ehrlichkeit reagierte das Publikum mit schallendem Gelächter. Zwei Stunden lang hing es an seinen Lippen, völlig gefesselt. Die Vorstellung festigte seinen Ruf als furchtlosen, wenn auch polarisierenden Kabarettisten.

Haders Auftritt hinterließ bei den Memminger Zuschauern einen bleibenden Eindruck. Seine Mischung aus schwarzem Humor, moralischen Widersprüchen und einem unverschämten Lebensstil traf den Nerv seiner Fans. Die Show bestätigte einmal mehr seinen Status als Grenzgänger der Kleinkunst, der sich an Tabus nicht stört.