09 January 2026, 05:06

Julia Ruhs startet bei *Bild* mit konservativer Kolumne „Mein Standpunkt“

Eine Zeitung mit darauf gedrucktem Text.

Julia Ruhs startet bei *Bild* mit konservativer Kolumne „Mein Standpunkt“

Die Bild hat eine neue Kolumne der Journalistin Julia Ruhs angekündigt, die mindestens zweimal im Monat auf Bild.de erscheinen wird. Unter dem Titel „Mein Standpunkt“ wird die Serie politische und gesellschaftliche Themen mit ihrer markanten, direkten Art behandeln. Ruhs bringt Erfahrung von großen Sendern wie ARD und Bayerischem Rundfunk (BR) mit sowie ein kürzlich veröffentlichtes Buch mit dem Titel „Meinungsmacht von links-grün“, das 2025 erschien.

Ihr Wechsel zu Bild folgt auf ihr Ausscheiden aus der politischen Dokumentationsreihe „Klar“ des NDR. Der Sender entschied sich, die Sendung ohne sie fortzuführen, und begründete dies mit Bedenken hinsichtlich mangelnder Ausgewogenheit, zu spezialisierter Themen und emotionaler Reaktionen seitens einiger Mitarbeiter. Ruhs selbst kritisierte den NDR dafür, zu weit nach links zu rücken – eine Haltung, die sie öffentlich ablehnt.

Sie beschreibt ihre politische Position als konservativ-liberal und fühlt sich eher der FDP und der CDU verbunden, während sie sich deutlich von der AfD distanziert. Ruhs plädiert dafür, dass öffentlich-rechtliche Sender kontroverse Themen direkt ansprechen sollten, und warnt, dass eine Vermeidung solcher Debatten die Zuschauer in radikale Ecken drängen könnte. Marion Horn, Vorsitzende der Bild-Chefredaktion und Chefredakteurin, begrüßt Ruhs für ihren frischen Blick auf die Gesellschaft. Die neue Kolumne wird ihr eine Plattform bieten, um ihre Standpunkte auszubauen und ein breiteres Publikum mit ihren Analysen zu erreichen.

Der Start der Kolumne auf Bild.de steht in den kommenden Wochen bevor; Ruhs wird mindestens zweimal monatlich beitragen. Ihr Einstieg markiert eine Verschiebung in der politischen Kommentierung des Mediums und bietet eine Stimme, die sich gegen das aus ihrer Sicht vorherrschende linksgerichtete Meinungsbild in den Medien stellt. Die Serie wird sich auf aktuelle Debatten konzentrieren und dabei ihre konservativ-liberale Haltung widerspiegeln.