Karin Priens historischer Israel-Besuch als erste jüdische Bundesministerin
Hubertus CasparBildungsministerin Prien reist nach Israel - Karin Priens historischer Israel-Besuch als erste jüdische Bundesministerin
Bildungsministerin Prien reist nach Israel
Bildungsministerin Prien besucht Israel
Bildungsministerin Prien auf Israel-Reise
- Oktober 2025
Schleswig-Holsteins ehemalige Bildungsministerin Karin Prien unternimmt in dieser Woche einen offiziellen Besuch in Israel. Die Reise markiert ihren ersten großen internationalen Auftritt, seit sie Mitte 2025 als erste Bundesministerin jüdischer Herkunft in Deutschland vereidigt wurde. Geplant sind Gespräche mit hochrangigen israelischen Vertretern sowie ein Besuch in Yad Vashem.
Priens Programm beginnt am Montag mit einem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Der Ort hat für sie besondere Bedeutung, da sie sich seit Langem als Stimme für jüdische Belange innerhalb der CDU engagiert.
Im Laufe der Woche wird sie bilaterale Gespräche mit Israels Bildungsminister Yoav Kisch und Außenminister Gideon Saar führen. Erwartet werden Diskussionen über bildungspolitische Zusammenarbeit und die weiteren diplomatischen Beziehungen. Prien, die von 2017 bis zu ihrer Berufung auf Bundesebene das Bildungsressort in Schleswig-Holstein leitete, hat Bildung stets als zentrale Zukunftsaufgabe Deutschlands bezeichnet. Ihre Schwerpunkte lagen auf frühkindlicher Förderung, Investitionen in Kindertagesstätten und der Bekämpfung des Lehrkräftemangels – Themen, die sie auch während ihres Israel-Besuchs ansprechen könnte.
Bevor Prien Bundesministerin wurde, fungierte sie ab 2018 als Sprecherin des Jüdischen Forums der CDU. Ihr Hintergrund in der Bildungspolitik und ihr Einsatz für jüdische Gemeinden prägten ihre politischen Prioritäten, darunter Integrations- und Demografiefragen.
Die Reise unterstreicht Priens doppelte Rolle als hochrangige deutsche Politikerin und Repräsentantin der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Ihre Treffen mit israelischen Führungspersönlichkeiten und der Besuch in Yad Vashem stehen für die fortlaufende Zusammenarbeit beider Nationen. Nähere Einzelheiten zu den Ergebnissen der Gespräche werden in den kommenden Tagen erwartet.
