08 February 2026, 17:17

Karneval 2025: Neue Alkoholregeln und hohe Strafen für Verkehrssünder

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße hinunter, beleuchtet von den Stadtlichtern.

Karneval 2025: Neue Alkoholregeln und hohe Strafen für Verkehrssünder

Die Karnevalszeit bringt bunte Umzüge und ausgelassene Feiern mit sich – eine willkommene Abwechslung zur tristen Winterstimmung. Doch die Behörden warnen Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht, besonders wenn es um Alkohol und Kostüme geht. Selbst am Morgen nach einem feuchtfröhlichen Abend kann Restalkohol im Blut noch ein ernstes Risiko am Steuer darstellen.

Seit November 2024 gelten verschärfte Verkehrsregeln für Alkohol am Steuer. Wer mit einem Blutalkoholwert zwischen 0,5 und 0,9 Promille erwischt wird, muss nun mit Geldstrafen zwischen 500 und 1.500 Euro rechnen – bisher lag die Obergrenze bei 1.000 Euro. Zudem wurde das einmonatige Fahrverbot auf bis zu drei Monate verlängert. Bei Werten zwischen 1,1 und 1,49 Promille drohen Strafen von 1.000 bis 2.500 Euro sowie ein Fahrverbot von drei bis sechs Monaten. Ab 1,6 Promille oder bei Wiederholungstätern können bis zu 4.000 Euro fällig werden, dazu kommt ein Führerscheinentzug von sechs bis 24 Monaten.

Für Fahranfänger in der Probezeit und alle unter 21 Jahren gilt absolute Nulltoleranz – schon geringste Alkoholspuren können schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Ab 0,3 Promille kann die Verursachung eines Unfalls sogar strafrechtliche Folgen, hohe Geldbußen und einen mindestens sechsmonatigen Führerscheinentzug bedeuten. Gleiches gilt für schnelle S-Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h), die rechtlich als Mofas eingestuft werden. Auch Radfahrer bleiben nicht verschont: Wer mit 1,6 Promille oder mehr erwischt wird, muss mit einer Strafverfolgung rechnen.

Kostüme bergen zusätzliche Gefahren. Autofahrer müssen sicherstellen, dass Sicht, Gehör und Bewegungsfreiheit nicht beeinträchtigt werden und das Gesicht vollständig erkennbar bleibt. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro. Noch schlimmer: Versicherungen können die Kosten bei einem Unfall ablehnen, wenn das Kostüm als unsicher gilt.

Die Behörden betonen, dass Karneval keine "Narrenfreiheit" im Straßenverkehr bedeutet. Restalkohol vom Vorabend kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, und Kostüme dürfen die Sicherheit nicht gefährden. Angesichts der verschärften Strafen wird allen Verkehrsteilnehmern geraten, vorausschauend zu planen und sich an die Regeln zu halten.