05 March 2026, 20:33

Kfz-Nachmarkt im Umbruch: Wie digitale Technologien und KI Händler zukunftsfähig machen

Eine alte Werbung zeigt einen Mann im Anzug und Krawatte in einem Auto, mit der Aufschrift "Eine schnelle Möglichkeit, Ihr Geschäft zu erweitern: Lassen Sie ein Firmentelefon installieren" in fetter schwarzer Schrift auf einem hellgelben Hintergrund mit blauem Himmel und weißen Wolken.

Kfz-Nachmarkt im Umbruch: Wie digitale Technologien und KI Händler zukunftsfähig machen

Nachhaltige Herausforderungen und neue Chancen im Kfz-Nachmarkt

Der Automobil-Aftersales-Sektor steht vor frischen Herausforderungen und Möglichkeiten, da die Kosten steigen und die Technologie sich weiterentwickelt. Branchenführer kamen zusammen, um zu erörtern, wie digitale Werkzeuge, intelligente Lösungen und neue Strategien Händlern helfen können, wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig wenden sich Autofahrer zunehmend unabhängigen Werkstätten zu – statt den markeneigenen Servicezentren.

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Aktuelle Daten zeigen, dass 48,3 % der Autobesitzer deutlich höhere Ausgaben verzeichnen, was ihr Kaufverhalten und ihre Markentreue beeinflusst. Dieser Wandel führt dazu, dass mehr Kunden unabhängige Werkstätten statt herstellerzertifizierte Betrieben bevorzugen. Experten betonen jedoch, dass Händler im Aftersales-Bereich noch ungenutztes Potenzial besitzen.

Auf einer kürzlichen Branchenveranstaltung hob Kai Vogler von der Volkswagen Financial Services die Rolle der Banken bei der Unterstützung von Autohäusern hervor. Er schlug maßgeschneiderte Service- und Wartungspakete vor, um die Nachverkaufserlöse zu stärken. Unterdessen präsentierte Paul Beer von Emil Frey Digital die "INSiDE Workbench", eine digitale Plattform, die Aftersales-Arbeitsabläufe vereinfachen und die Effizienz steigern soll.

Auch die Kunzmann Gruppe setzt auf intelligente Technologien, um ihre Prozesse zu optimieren. Ihr System umfasst Online-Terminbuchungen und automatisierte Vorabprüfungen für Reparaturaufträge. Daneben stellten Peter Schäfer und Tolga Toker unterschiedliche Ansätze für nachhaltige Vertriebsstrategien vor – mit Fokus auf langfristige Effizienz statt kurzfristiger Gewinne.

Über den Aftersales-Bereich hinaus drehten sich die Diskussionen um Fahrzeugdesign und aufstrebende Technologien. Michael Hayer von EDAG Engineering erläuterte, warum europäische Fahrer in Fahrzeugcockpits physische Knöpfe gegenüber Touchscreens bevorzugen. Ein weiteres viel diskutiertes Thema war künstliche Intelligenz, von der viele erwarten, dass sie die Automobilfinanzierung in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird.

Mit Blick auf die Zukunft teilte Prof. Dr. Mario Fischer Einblicke in künftige Technologien, darunter die mögliche Ablösung von Smartphones durch intelligente Datenbrillen. Zudem skizzierte er, wie sich die Informationsvermittlung mit der Weiterentwicklung digitaler Schnittstellen wandeln könnte.

Angesichts steigender Kosten und sich ändernder Kundenpräferenzen stehen Händler und Dienstleister unter Anpassungsdruck. Digitale Werkzeuge und intelligente Lösungen bieten Wege, um Ineffizienzen abzubauen und Kunden zu halten. Gleichzeitig deuten die Rückkehr zu physischen Bedienelementen im Auto und der Aufstieg der KI auf tiefgreifendere Veränderungen in der Branche hin.

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