KI aus Schleswig-Holstein kämpft gegen Korrosion in Häfen und Offshore-Anlagen
Oliver LinkeKI aus Schleswig-Holstein kämpft gegen Korrosion in Häfen und Offshore-Anlagen
Neues Forschungsprojekt in Schleswig-Holstein nutzt KI gegen Korrosion in maritimen Umgebungen
Ein neues Forschungsvorhaben in Schleswig-Holstein setzt auf KI, um Korrosion in maritimen Umfeldern zu bekämpfen. Die mit 900.000 Euro vom Land geförderte Initiative CHAI zielt darauf ab, Schäden frühzeitig zu erkennen und vorherzusagen, bevor sie kritisch werden. Die Wissenschaftler:innen erhoffen sich, dass die Technologie die Lebensdauer von Infrastruktur verlängert und langfristig die Instandhaltungskosten senkt.
Federführend ist das Helmholtz-Zentrum Hereon, unterstützt vom Hafen Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der AC Korro-Service GmbH. Dr. Daniel Höche und Dr. Christian Feiler vom Institut für Oberflächenwissenschaft des Hereon leiten die Arbeiten. Ihr Team entwickelt ein KI-System, das lernen soll, wie sich Materialien unter den rauen Bedingungen an der Küste abbauen.
Mit einem Gesamtbudget von 1,3 Millionen Euro läuft das Projekt bis Mitte 2027. Die KI stützt sich auf große Datensätze, um ihre Genauigkeit zu verbessern – je mehr Informationen sie verarbeitet, desto präziser werden ihre Prognosen. Die gesammelten Daten werden zudem archiviert, um auch über das Projektende hinaus langfristig für die Forschung nutzbar zu sein.
Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird das CHAI-Projekt während der KI-Landeskonferenz Schleswig-Holstein am 30. September 2024. Ein Informationsstand in Kiel präsentiert die Initiative zusammen mit anderen regionalen Forschungsvorhaben. Ziel ist es zu zeigen, wie KI helfen kann, strukturelle Schäden in Häfen, Schiffen und Offshore-Anlagen zu verhindern.
Das CHAI-Projekt könnte die Art und Weise verändern, wie Korrosion in maritimen Bereichen bewältigt wird. Durch frühzeitige Warnungen und maßgeschneiderte Lösungen ermöglicht das KI-System Betreibern, noch vor dem Eintreten schwerer Schäden zu handeln. Bei Erfolg ließe sich die Technologie auch in anderen Küstenregionen mit ähnlichen Herausforderungen einsetzen.






