Kieler Nagelstudio unter Verdacht: Illegale Beschäftigung und fehlende Aufenthaltserlaubnisse
Hubertus CasparKieler Nagelstudio unter Verdacht: Illegale Beschäftigung und fehlende Aufenthaltserlaubnisse
Ein Nagelstudio in der Kieler Innenstadt steht unter Ermittlung, nachdem Behörden den Verdacht auf illegale Beschäftigung und Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht aufgedeckt haben. Am 18. Dezember 2025 durchsuchten Zollfahnder der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) die Räumlichkeiten und stießen dabei auf Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit neun vietnamesischen Arbeitnehmern.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass fünf der neun Beschäftigten weder über gültige Aufenthaltserlaubnisse noch über eine Arbeitserlaubnis in Deutschland verfügten. Ihre Personalien wurden erfasst, und die Ausländerbehörde wurde umgehend informiert. Der Betreiber des Studios, ein 50-jähriger Vietnamese, muss sich nun wegen des Vorwurfs der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der unerlaubten Beschäftigung verantworten.
Die fünf betroffenen Arbeitnehmer waren zudem nicht bei der Deutschen Rentenversicherung sozialversicherungspflichtig gemeldet. Die Ermittler prüfen außerdem, ob sie den gesetzlichen Mindestlohn erhielten. Im Januar 2026 wurde der Betreiber von der Bundespolizei im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen. Gegen die fünf Beschäftigten wurden Verfahren wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt und Schwarzarbeit eingeleitet. Das Studio bleibt weiterhin Mittelpunkt der laufenden Ermittlungen.
Der Fall wirft ein Licht auf mögliche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht. Die Behörden untersuchen weiterhin die Geschäftsabläufe des Studios, insbesondere die Einhaltung von Lohnvorschriften und Sozialabgaben. Die Festnahme des Betreibers markiert einen wichtigen Schritt in den Ermittlungen – weitere rechtliche Konsequenzen werden erwartet.