21 December 2025, 21:51

KM-R-2: Landschutzdeiche ohne Sicherheitsmängel - Fallstudie

Drei Personen mit Ruderbooten auf sandigem Strand nahe dem Meer

KM-R-2: Landschutzdeiche ohne Sicherheitsmängel - Fallstudie

KM-R-2: Deiche ohne Sicherheitsmängel – eine Fallstudie

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Monitoringbericht 2023 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

  1. April 2024, 16:15 Uhr

Die Deiche in Schleswig-Holstein erstrecken sich über 433 Kilometer und schützen tief liegende Regionen vor Überflutungen. Durch jüngste Modernisierungen erfüllen mittlerweile über 80 Prozent die aktuellen Sicherheitsstandards. Doch der Klimawandel stellt diese Schutzbauwerke weiterhin auf die Probe und zwingt die Behörden, sie in den kommenden Jahrzehnten weiter zu verstärken.

Das Küstenschutzsystem des Landes wurde schrittweise verbessert. Eine Sicherheitsüberprüfung im Jahr 2011 ergab, dass 76,5 Prozent der Deiche keine Mängel aufwiesen. Bei der letzten Bewertung lag dieser Anteil bereits bei 81,7 Prozent. Dennoch bergen extreme Wetterereignisse weiterhin Risiken – nach der Sturmflut Xaver im Jahr 2014 mussten zusätzliche 5,6 Kilometer Deichlinie als unsicher eingestuft werden.

Die Aufrüstungen folgen nun dem Konzept des „Klimadeichs“, das den steigenden Meeresspiegel und Extremwetter berücksichtigt. Diese Strategie ist im Allgemeinen Küstenschutzplan (AKP) verankert, einem Dokument, das etwa alle zehn Jahre aktualisiert wird. Die jüngste Überarbeitung, die 2022 vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) abgeschlossen wurde, stellt sicher, dass die Schutzmaßnahmen mit den aktuellen Klimaprognosen übereinstimmen. Beim derzeitigen Tempo könnten alle landeseigenen Deiche innerhalb von 120 Jahren klimaresistent sein. Der AKP bleibt der zentrale Rahmen für die Anpassung an diese Herausforderungen und verbindet kurzfristige Sanierungen mit langfristiger Planung.

Die neuesten Entwicklungen spiegeln eine wachsende Konzentration auf Klimafolgenanpassung wider. Mit 81,7 Prozent bereits konformer Deiche sind Fortschritte erkennbar – doch die verbleibenden Lücken erfordern weiterhin Investitionen. Die Behörden überwachen und passen die Schutzanlagen kontinuierlich an, da der hydrologische Druck an der Küste weiter zunimmt.