25 May 2026, 04:33

Krefelds stilles Drogenhilfezentrum: Lebensretter im Verborgenen

Mittel für die Gründung der 'Centspende' von Caritas Krefeld in der Drogenhilfe

Krefelds stilles Drogenhilfezentrum: Lebensretter im Verborgenen

Ein Drogenhilfezentrum in Krefeld leistet im Stillen lebenswichtige Unterstützung für einige der verwundbarsten Menschen der Stadt. Offene Türen bietet die Einrichtung all denen, die mit schwerer Sucht oder Obdachlosigkeit kämpfen – doch sie ist weit mehr als nur ein sicherer Ort: Hier gibt es Mahlzeiten, Hygienemöglichkeiten und medizinische Versorgung. Doch ein Großteil dieser Arbeit bleibt der breiten Öffentlichkeit verborgen.

Zwischen 50 und 80 Stammgäste versorgt das Zentrum regelmäßig, viele von ihnen mit Abhängigkeit von harten Drogen und prekären Wohnverhältnissen. Neben Suchtberatung und Räumen für den kontrollierten Drogenkonsum können Besucher hier Wäsche waschen, duschen und eine warme Mahlzeit einnehmen. Oft kennen die Mitarbeiter die vollständigen Lebensgeschichten der Hilfesuchenden nicht – doch sie bieten ihnen kontinuierlich Halt.

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Einmal pro Woche kommt das Medi-Mobil vorbei, ein gemeinsames Projekt von Caritas Krefeld und Diakonie, das seit 2003 medizinische Hilfe leistet. Das Team versorgt Wunden, verteilt Schmerzmittel und setzt vor allem auf Vertrauensaufbau durch regelmäßige Besuche. So erhalten auch Menschen ohne Obdach Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung.

Jasmin Sprünken, die Leiterin der Einrichtung, bedankte sich kürzlich beim Personalrat der Stadt Meerbusch für eine Spende aus der „Centspende“-Aktion. Michael Marschall, Vorsitzender des Gremiums, lobte das Engagement des Zentrums für Menschen mit schweren Abhängigkeiten. Die Gelder sollen helfen, die Angebote aufrechtzuerhalten, auf die viele in der Gemeinde angewiesen sind.

Die Arbeit des Zentrums deckt akute Bedürfnisse ab und bietet gleichzeitig langfristige Unterstützung auf dem Weg aus der Sucht. Ohne großes öffentliches Aufsehen ist es für Dutzende Menschen jede Woche eine Überlebenshilfe. Die fortlaufende Zusammenarbeit mit dem Medi-Mobil und lokale Spenden sichern die Fortführung dieser unverzichtbaren Versorgung.

Quelle