Kröten und Frösche starten ihre gefährliche Laichwanderung durch Deutschland
Siegrid RöhrichtFroschwanderung beginnt - Was Autofahrer wissen müssen - Kröten und Frösche starten ihre gefährliche Laichwanderung durch Deutschland
Kröten, Frösche und Molche unterwegs: Jahreswanderung zur Laichzeit hat begonnen
In Teilen Deutschlands hat die jährliche Wanderung von Kröten, Fröschen und Molchen zu ihren Laichplätzen begonnen. Milde Nachttemperaturen und feuchtes Wetter haben die Tiere in Bewegung gesetzt – in mindestens fünf Bundesländern wurden bereits erste Aktivitäten gemeldet. Freiwillige helfen den Amphibien, gefährliche Straßenquerungen sicher zu überstehen.
Sobald die nächtlichen Temperaturen über 5°C steigen, meist im Februar, beginnt die Wanderung. In diesem Jahr sind in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und weiteren Regionen in den kommenden Wochen Migrationen zu beobachten oder erwartet. Besonders Kröten legen dabei mehrere Kilometer zurück, um zu ihren Geburtsgewässern zu gelangen und sich fortzupflanzen.
Im Landkreis Bernkastel-Wittlich haben die Behörden Schutzbarrieren aufgestellt, um die Tiere zu leiten. Freiwillige sammeln die Amphibien zudem per Hand ein und tragen sie über vielbefahrene Straßen. Autofahrer werden aufgefordert, das Tempo zu reduzieren, auf Helfer zu achten und Warnschilder während der Wanderzeit zu beachten.
Die Migration dauert in der Regel bis April an, kann jedoch durch Kälteeinbrüche vorübergehend unterbrochen werden. Kröten, Frösche und Molche sind auf diese Bedingungen angewiesen, um zu Teichen und Bächen zu gelangen, wo sie ihre Eier ablegen.
Der Schutz der wandernden Amphibien ist eine gemeinsame Aufgabe von Freiwilligen und lokalen Behörden. Leitplanken an Straßen und vorsichtiger Umgang sollen die Verluste während der Laichsaison verringern. Wie lange die Wanderung noch andauert, hängt von den Wetterbedingungen ab.






