06 January 2026, 15:57

Kubicki sorgt beim Epiphanie-Empfang mit scharfer Satire für Eklat in Stuttgart

Ein Plakat mit mehreren Cartoons und Text auf der rechten Seite, einer Wand und Fenstern im Hintergrund.

Liberale Muppet Show: FDP-Spitzenpolitiker liefern Comedy-Act - Kubicki sorgt beim Epiphanie-Empfang mit scharfer Satire für Eklat in Stuttgart

Epiphanie-Empfang in Stuttgarts Opernhaus nimmt dieses Jahr eine ungewöhnliche Wendung

Was eigentlich eine traditionelle Feier zum Dreikönigstag im Stuttgarter Opernhaus sein sollte, entwickelte sich in diesem Jahr zu einer überraschend satirischen Vorstellung – inspiriert von der Muppet Show. Die beiden FDP-Spitzenpolitiker Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann verwandelten die sonst formelle Veranstaltung in eine Mischung aus Humor und scharfer politischer Polemik.

Den Auftakt machte Strack-Zimmermann, die sich selbst mit Miss Piggy und Kubicki mit Kermit der Frosch verglich. Doch der spielerische Ton schlug schnell um, als Kubicki zu einer gezielten Attacke gegen die Linke überging. Er warf dem Parteichef Jan van Aken vor, sich an der Vorstellung zu erfreuen, "die Reichen zu erschießen" und "Milliardäre zu enteignen".

Kubicki warnte zudem, eine linksextreme Terrorgruppe könnte eine deutsche Großstadt lahmlegen – ohne konkrete Bedrohungen zu nennen, verband er diese Behauptung mit der Rhetorik der Linken. Noch provokanter wurden seine Äußerungen, als er einen Scherz über den russischen Politiker Dmitri Medwedew machte: Falls Medwedew einen deutschen Politiker entführen wolle, solle er sich lieber van Aken und nicht CDU-Chef Friedrich Merz aussuchen. Das Publikum, das sonst eher feierliche Reden gewohnt ist, reagierte mit einem Mix aus Gelächter und verhaltenem Gemurmel. Strack-Zimmermanns lockere Muppet-Anspielungen standen dabei in scharfem Kontrast zu Kubickis beißenden politischen Spitzen.

Der sonst so würdevoll verlaufende Epiphanie-Empfang endete diesmal zwischen Satire und Eklat. Kubickis Äußerungen unterstrichen die angespannten Beziehungen zwischen FDP und Linker. Ob der unkonventionelle Auftritt künftig Schule macht, dazu haben die Veranstalter bisher noch nicht Stellung genommen.