Kunstprojekt "Agenda: Kindheit" zeigt alarmierende Gefährdung von Kindern in Deutschland
Siegrid RöhrichtKuscheltiere im Landtag: Kampagne fordert mehr Kinderschutz - Kunstprojekt "Agenda: Kindheit" zeigt alarmierende Gefährdung von Kindern in Deutschland
Neue Kunstkampagne in Berlin lenkt Blick auf steigende Kindeswohlgefährdungen in Deutschland
Unter dem Titel "Agenda: Kindheit" macht ein neues Kunstprojekt in Berlin auf die wachsende Zahl von Kindern und Jugendlichen aufmerksam, die Vernachlässigung oder Misshandlung erleben. Mit Hilfe von Stofftieren visualisiert die Ausstellung das Ausmaß der Bedrohung – die Eröffnung findet am 11. März in der Landesvertretung Brandenburgs in Berlin statt.
Hinter der Kampagne steht der Künstler Martin Schüler, der selbst einen Teil seiner Kindheit in einem Heim verbrachte. Seit Jahren verarbeitet er seine Erlebnisse, indem er Plüschtiere bemalt. Nun fließen seine Werke in die Initiative ein, um für mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu sorgen.
Laut den Jugendämtern waren 2024 rund 72.800 Kinder und Jugendliche von Vernachlässigung, psychischer oder körperlicher und sexualisierter Gewalt bedroht – ein Anstieg um 8 bis 14 Prozent im Vergleich zu 2023 und sogar 31 Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre. Exakte Zahlen für 2023 lagen in den verfügbaren Daten nicht vor.
Die SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag unterstützt das Projekt, indem sie Stofftier-Spenden für die Ausstellung sammelt. Die Plüschfiguren werden neben Schülers Kunstwerken gezeigt und stehen symbolisch für die Schutzbedürftigkeit von Kindern in Krisensituationen.
Ziel der Ausstellung ist es, ein drängendes Problem sichtbar zu machen. Angesichts rekordhoher Gefährdungszahlen hoffen die Veranstalter, dass die Kampagne Debatten über notwendige Hilfssysteme anstoßen wird. "Agenda: Kindheit" ist ab dem 11. März in den Landesvertretungsbüros Brandenburgs in Berlin zu sehen.






