Linkspartei distanziert sich von antisemitischen und stalinverherrlichenden Äußerungen ihrer Jugend
Oliver LinkeLinkspartei distanziert sich von antisemitischen und stalinverherrlichenden Äußerungen ihrer Jugend
Die Linkspartei hat sich von umstrittenen Äußerungen einiger Mitglieder ihres Jugendverbandes, der Linksjugend [ˈsolid], distanziert. In den Aussagen wurden historische Figuren wie Stalin und Mao verherrlicht und antisemitische Kommentare über Israel verbreitet. Die Parteiführung verurteilte die Posts scharf und forderte Konsequenzen.
Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks hatten Mitglieder der Linksjugend [ˈsolid] in einem internen Forum extremistische Ansichten geteilt. Dabei soll es unter anderem um „israelische Konzentrationslager“ und einen „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ gegangen sein. Zudem wurde ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ gepostet.
Die Führung der Linkspartei reagierte umgehend. Parteivorsitzende Ines Schwerdtner erklärte, die Äußerungen würden auf das Schärfste zurückgeweisen. Die Berliner Co-Vorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer forderten „sofortige Konsequenzen“. Christian Schaft, Fraktionschef in Thüringen, verlangte eine offizielle Verurteilung auf dem nächsten Bundesparteitag.
Die Linkspartei betont, sie habe mit dem Stalinismus gebrochen und lehne antisemitische sowie unmenschliche Positionen entschieden ab. Der Jugendverband selbst distanzierte sich von den Vorfällen, während die Partei die Vorgänge weiter aufklärt.
Nun drängt die Linkspartei auf eine Aufarbeitung innerhalb ihrer Jugendorganisation. Die Führung machte deutlich, dass solche Aussagen mit den Werten der Partei unvereinbar seien. Die Untersuchungen zu den Forumsbeiträgen laufen noch.






