Lübeck rüstet sich mit neuen DLRG-Wasserrettungsteams gegen Hochwassergefahren
Hubertus CasparLübeck rüstet sich mit neuen DLRG-Wasserrettungsteams gegen Hochwassergefahren
Lübeck hat seine Katastrophenhilfe mit zwei neuen Wasserrettungseinheiten verstärkt. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Lübeck und der Wasserrettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Lübeck sind nun offizielle Partner in der städtischen Notfallplanung. Ihre Aufgaben wurden im Rahmen einer umfassenden Initiative zur Verbesserung des Hochwasser- und Wassernotfallmanagements bestätigt.
Jede Organisation betreibt eine eigene Hochwassereinsatzeinheit mit speziellen Rettungsbooten. Neun ausgebildete Einsatzkräfte pro Einheit bilden zwei Teams, die jeweils ein Boot steuern. Diese Einheiten übernehmen Rettungen in überfluteten Gebieten, transportieren lebenswichtige Güter und helfen Menschen, die durch steigende Wasserstände von der Außenwelt abgeschnitten sind. Zudem sichern sie gefährdete Zonen, bevor sich die Flutsituation verschärft.
Die neuen Teams ergänzen die bestehenden rund 200 ehrenamtlichen Helfer aus dem privaten Sektor in Lübeck um etwa 50 zusätzliche Kräfte. Neben Hochwassereinsätzen können sie auch medizinische Erstversorgung, logistische Unterstützung und Betreuung von Betroffenen in anderen Notlagen leisten. Darüber hinaus wird die Stadt eine von vier landesweiten amphibischen Rettungseinheiten beherbergen, in der DLRG-Kräfte mit der Lübecker Freiwilligen Feuerwehr für spezielle Wasserrettungseinsätze zusammenarbeiten.
Am 23. Januar 2026 lobte Thomas Köstler, Leiter der Lübecker Feuerwehr, die Initiative öffentlich. Er betonte die erweiterte Kapazität der Einheit, Anwohner zu schützen und die Zusammenarbeit mit anderen Rettungsdiensten zu koordinieren.
Die Wasserrettungseinheiten bilden nun einen zentralen Baustein der Lübecker Katastrophenvorsorge. Ihre Boote, das Personal und die Ausbildung ermöglichen schnellere Reaktionen bei Überschwemmungen und anderen Krisen. Die Zusammenarbeit mit DLRG und DRK sichert dabei eine flächendeckende Versorgung – sowohl in städtischen als auch in ländlichen Risikogebieten.