15 January 2026, 00:58

Lübecker Grundschüler üben den Umgang mit toten Winkeln bei Lkw und Bussen

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße hinunter, beleuchtet von Stadtlichtern.

Lübecker Grundschüler üben den Umgang mit toten Winkeln bei Lkw und Bussen

Neue Verkehrssicherheitskampagne in Lübeck: Grundschüler lernen Gefahren durch tote Winkel bei Nachrichtenfahrzeugen kennen

Im Mai und Juni 2025 startet in Lübeck eine neue Verkehrssicherheitskampagne. Im Mittelpunkt der Initiative steht die Aufklärung von Viertklässlern über die Gefahren von toten Winkeln bei großen Nachrichtenfahrzeugen. In diesem Jahr nehmen 16 Schulen teil, 2026 soll das Projekt fortgeführt werden.

Die Aktion „Toter Winkel“ richtet sich an Kinder, die bald längere und riskantere Schulwege bewältigen müssen. Viele von ihnen werden künftig mit dem Fahrrad oder zu Fuß in der Nähe von Lkw und Bussen unterwegs sein – wo tote Winkel ein ernstes Risiko darstellen. Unfälle in diesen Bereichen können schwere Verletzungen oder sogar tödliche Folgen haben.

Die Organisatoren erklären den Schülern, warum Lkw und große Nachrichtenfahrzeuge nur eingeschränkte Sicht haben, insbesondere nach vorne und zur Seite. Die Kinder lernen, wie sie sich sicher positionieren, warum helle Beleuchtung und reflektierende Kleidung wichtig sind. Zudem dürfen sie selbst auf dem Fahrersitz Platz nehmen, um die toten Winkel aus erster Hand zu erleben. Thematisiert werden auch Fahrbewegungen von Lkw, Beleuchtungssysteme und der große Wendekreis dieser Nachrichtenfahrzeuge. Eltern werden aufgefordert, neue Schulwege mit ihren Kindern abzugehen und zu prüfen, ob die Fahrräder über funktionierende Rücklichter und Gepäckträger verfügen. Lokale Organisationen und Ehrenamtliche unterstützen die Kampagne, um das Sicherheitsbewusstsein zu stärken.

Das Projekt läuft über zwei Jahre an Lübecker Schulen, beginnend 2025. Die Schüler erhalten praxisnahe Kenntnisse darüber, wie sie in der Nähe großer Nachrichtenfahrzeuge besser sichtbar bleiben. Die Initiatoren hoffen, dass die Schulungen die Unfallgefahr verringern, wenn die Kinder zunehmend selbstständiger unterwegs sind.