Maduro-Festnahme spaltet deutsche Politiker – Bundesregierung bleibt stumm
Oliver LinkeMaduro-Festnahme spaltet deutsche Politiker – Bundesregierung bleibt stumm
Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Behörden hat unter deutschen Politikern gemischte Reaktionen ausgelöst. Bis zum frühen Nachmittag des 3. Januar 2026 hatte die Bundesregierung noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben.
Das Schweigen folgte auf eine Welle der Kritik, aber auch vorsichtigen Optimismus – sowohl von Seiten der Opposition als auch der Koalitionspartner.
Zunächst lehnte es die Bundesregierung ab, sich zum Maduro-Verhaftung zu äußern. Gegen 14 Uhr hatten weder das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung noch das Auswärtige Amt auf Medienanfragen reagiert. Später bestätigten Beamte, man verfolge die Entwicklungen mit "größter Sorge".
Kritik kam prompt von mehreren Seiten. Roderich Kiesewetter (CDU) warf den USA vor, sie hätten "endgültig die regelbasierte Ordnung aufgegeben". Die Linke verurteilte die Festnahme als "flagrante Verletzung des Völkerrechts", während die Grünen Berlin aufforderten, die Handlungen Washingtons öffentlich zu verurteilen. Demgegenüber bezeichnete der CDU-Abgeordnete Jürgen Hardt den Schritt als "Hoffnungsschimmer" für Venezuela.
Laut Suchergebnissen vom 3. Januar hatte bis 14 Uhr kein deutscher Politiker offiziell reagiert. Das Auswärtige Amt erklärte später, man beobachte die Lage "sehr genau", gab jedoch keine weiteren Details bekannt.
Die zögerliche Reaktion der Bundesregierung ließ Fragen offen. Politiker aus dem gesamten Spektrum äußerten starke, aber gespaltene Meinungen zur Entscheidung der USA. Bis zum frühen Nachmittag hatte Berlin noch keine offizielle Position bezogen.