"Mainz bleibt Mainz" feiert Tradition und bricht mit weiblicher Premiere neue Bahnen
Dörthe Scheuermann"Mainz bleibt Mainz" feiert Tradition und bricht mit weiblicher Premiere neue Bahnen
Die 71. Ausgabe von *"Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" setzt auf eine frische Mischung aus Tradition und Wandel. Die diesjährige Show markiert mehrere Meilensteine, darunter die erste weibliche Protokollführerin und den Abschied eines langjährigen Darstellers. Nach dem Quoteneinbruch im vergangenen Jahr hoffen die Veranstalter auf eine stärkere Resonanz beim Publikum.
Das jährliche Karnevalsspektakel kehrt mit einer Kombination aus erfahrenen Stars und neuen Gesichtern zurück. Der Sender ZDF begleitet die Veranstaltung und setzt auf eine Balance zwischen legendären Acts und jungem Talent. Ein Highlight ist Chrissy Grom, die als erste Frau das Protokoll leiten wird – eine karnevalistische Rückschau auf das vergangene Jahr, angereichert mit politischem Witz.
Im Programm sind zudem vier politische Redner zu erleben, darunter Andreas Schmitt. Sein Auftritt ist besonders, da er derzeit für das Amt des Bürgermeisters in Nieder-Olm kandidiert – ein Schritt, den manche Karnevalsfans als ungünstig timing betrachten. Gleichzeitig würdigt die Show zwei große Jubiläen: das 25-jährige Bühnenjubiläum von "Ernst Lustig" Jürgen Wiesmann und den 100. Geburtstag der Mainzer Hofsänger. Für Letzteres sind eine besondere Ständchen-Darbietung und ein großes Finale geplant.
Die aktuelle Ausgabe folgt auf die problematische Übertragung des Vorjahres, die von Tonproblemen, einem Sendungsausfall und einer Rekord-Tiefstquote von 3,85 Millionen Zuschauern geprägt war. Die Gründe für den Zuschauerrückgang blieben unklar, doch die Veranstalter scheinen entschlossen, der Show neuen Schwung zu verleihen. Ein emotionaler Moment wird der Abschied von Hansi Greb sein, dem langjährigen Darsteller in der Rolle des "Hobbes", der sich mit einem letzten Auftritt verabschiedet.
Die 71. "Mainz bleibt Mainz" will ihren Charme erneuern und gleichzeitig bewährte Traditionen feiern. Mit Groms historischem Debüt, politischen Auftritten und Jubiläums-Hommagen bietet die Sendung eine Mischung aus Nostalgie und Innovation. Nach den technischen Pannen und Quotenproblemen des Vorjahres wird sich zeigen, ob die Neuerungen das Publikum zurückgewinnen können.