04 April 2026, 22:32

Mainz bringt 2027 die Gelbe Tonne zurück – doch es gibt Hürden

Zwei gelbe und graue Recyclingcontainer auf Rädern nebeneinander vor einem Gebäude mit einer Wand und einem Fenster im Hintergrund.

Mainz bringt 2027 die Gelbe Tonne zurück – doch es gibt Hürden

Mainz führt ab 1. Januar 2027 die "Gelbe Tonne" für Kunststoff- und Metallabfälle wieder ein

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Die Stadt setzt damit ein Vorhaben um, das nach jahrelangen Verzögerungen nun Realität wird. Ein Verwaltungsgericht hatte den ursprünglichen Plan wegen fehlender Serviceanforderungen gestoppt. Für die Bürgerinnen und Bürger könnte sich damit die Handhabung der Mülltrennung ändern.

Bereits 2019 hatte Mainz beschlossen, das System der "Gelben Tonne" einzuführen, um das Abfallmanagement zu verbessern und den Verbrauch von Plastiktüten zu reduzieren. Doch das Vorhaben scheiterte, weil der ausgewählte Entsorger die gesetzlichen Vorgaben für ein Vollservice-Modell nicht erfüllte. Der aktuelle Müllvertrag mit dem Unternehmen BellandVision – das die "Gelbe Tonne" nicht anbietet – läuft im Dezember 2024 aus.

Um den Prozess neu zu starten, hat die Kommunale Abfallwirtschaft Mainz (KAW) eine überarbeitete Rahmenrichtlinie veröffentlicht. Diese soll Anbieter anziehen, die den Vollservice-Anforderungen gerecht werden. Falls sich kein geeigneter Bieter findet, müssten die Anwohner die Gelbe Tonne möglicherweise selbst an den Straßenrand bringen und nach der Leerung wieder zurückstellen.

Die "Gelbe Tonne" wurde 1993 in Duisburg eingeführt und war Teil einer bundesweiten Initiative zur Mülltrennung, die auf einer Verordnung aus dem Jahr 1991 basierte. Dennoch gibt es weiterhin Bedenken: Ein Bericht des Umweltbundesamts aus dem Jahr 2018 warnte vor einer möglichen Zunahme von Fehlwürfen. Auch BellandVision lehnt das System ab und argumentiert, es könnte zu mehr Restmüll und höheren Emissionen führen.

Alle zwei Wochen kommt es in Mainz bereits jetzt zu vermehrtem wildem Müll und beschädigten Verpackungstüten während der Abholung. Das neue System könnte für Eigentümer zusätzliche Kosten mit sich bringen – abhängig davon, wie der Service gestaltet wird.

Der erneute Anlauf für die "Gelbe Tonne" soll Anfang 2027 starten. Bürger und Grundstücksbesitzer müssen sich möglicherweise auf neue Pflichten und Ausgaben einstellen, falls sich das Servicemodell ändert. Entscheidend wird sein, ob sich bis zum Stichtag ein konformer Anbieter findet.

Quelle