Masern in Bayern: Rückgang der Fälle, aber Impflücken bleiben gefährlich
Weniger Maserninfektionen in Bayern - Masern in Bayern: Rückgang der Fälle, aber Impflücken bleiben gefährlich
Masern bleiben in Bayern ein Problem – trotz rückläufiger Fallzahlen
In Bayern wurden Anfang 2026 bereits zwei Maserninfektionen registriert. Gesundheitsbehörden betonen weiterhin die Bedeutung von Impfungen, insbesondere für Kinder und Risikogruppen unter den Erwachsenen.
2025 verzeichnete Bayern 43 Masernfälle – ein Rückgang gegenüber 69 im Vorjahr. Bundesweit gab es in Deutschland zwischen 232 und 234 Infektionen, deutlich weniger als die 645 Fälle im Jahr 2024. Ein Vergleich mit anderen Bundesländern wie Hessen oder Nordrhein-Westfalen ist jedoch nicht möglich, da keine länderspezifischen Daten vorliegen.
Das Virus verbreitet sich leicht über Tröpfchen in der Luft und führt oft Tage nach der Ansteckung zu einem großflächigen Hautausschlag. Bei etwa jedem zehnten Patienten treten Komplikationen auf, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter steigt. In schweren Fällen kann ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden.
In Bayern liegt die Impfquote bei Zweijährigen bei etwa 92 Prozent für die erste Dosis und 78 Prozent für die zweite. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, Kinder mit elf Monaten erstmals und mit 15 Monaten ein zweites Mal zu impfen. Um Masern vollständig zu eliminieren, müsste die Quote für die zweite Impfung jedoch über 95 Prozent liegen.
Gesundheitsministerin Judith Gerlach warnt vor falscher Sicherheit: Weniger Fälle bedeuteten nicht, dass die Gefahr gebannt sei. Auch bestimmte Erwachsene mit unklaren Impfstatus oder nur einer Impfung im Kindesalter sollten sich nachimpfen lassen.
Die aktuellen Masernzahlen in Bayern zeigen zwar einen rückläufigen Trend, doch die Behörden bleiben wachsam. Hohe Impfquoten seien entscheidend, um Ausbrüche zu verhindern. Ohne anhaltende Anstrengungen bestehe weiterhin das Risiko eines erneuten Anstiegs.
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