17 April 2026, 18:39

Mehr Preistransparenz für E-Auto-Fahrer an deutschen Ladestationen ab sofort

Elektroauto-Ladestation in Japan mit Autos auf der Straße, Verkehrskegel, einer Person auf dem Gehweg, einem Schuppen, Polen, Lampen, Schildern, Bäumen, Pflanzen und einem sichtbaren Himmel.

Mehr Preistransparenz für E-Auto-Fahrer an deutschen Ladestationen ab sofort

E-Auto-Fahrer in Deutschland erhalten bald mehr Preistransparenz an Ladestationen. Eine neue Ergänzung der Preisregeln verpflichtet Betreiber künftig, sämtliche Kosten bereits vor Beginn des Ladevorgangs anzuzeigen. Die Änderung soll eine rechtliche Lücke schließen und die nationalen Vorschriften an europäische Standards anpassen.

Seit April 2024 schreibt die Europäische Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) transparente Preise an Schnellladestationen mit einer Leistung von 50 Kilowatt oder mehr vor. Betreiber müssen nun jede Preiskomponente – darunter Energie-, Zeitgebühren und etwaige Roaming-Kosten – in einem standardisierten digitalen Format offenlegen. Bei langsameren Ladesäulen gilt eine feste Reihenfolge: Zuerst der Kilowattstunden-Preis, gefolgt von zeitabhängigen Gebühren und schließlich Pauschalbeträgen.

Bisher fehlte in Deutschland eine gesetzliche Grundlage, um diese Regeln durchzusetzen oder Verstöße zu ahnden. Die neue Novelle führt nun Bußgelder von bis zu 100.000 Euro für Nichtbeachtung ein – angelehnt an die Strafen im Telekommunikationssektor. Während Branchenverbände die Transparenzoffensive begrüßen, warnen einige vor praktischen Herausforderungen bei der vollständigen Preisoffenlegung.

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterstützt die Strafen, fordert aber klarere Definitionen für "fair" und "nicht-diskriminierend" gestaltete Preise. Mobilitätsdienstleister müssen sicherstellen, dass Fahrer vor dem Anschließen ihres Fahrzeugs eine vollständige Kostenaufschlüsselung erhalten.

Die aktualisierten Regeln geben E-Auto-Nutzern mehr Planungssicherheit über die Ladekosten, noch bevor sie mit dem Aufladen beginnen. Betreiber, die gegen die neuen Transparenzpflichten verstoßen, müssen mit Sanktionen rechnen. Die Änderungen treten sofort in Kraft und bringen Deutschlands Vorgehen in Einklang mit den europäischen Vorgaben.

Quelle