24 June 2026, 12:25

Merz plant radikale Rentenreform: Mindestrente und längere Arbeitszeiten

Schwarz-rote Rentenreform

Merz plant radikale Rentenreform: Mindestrente und längere Arbeitszeiten

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Pläne zur grundlegenden Reform des deutschen Rentensystems angekündigt. Die schwarz-rote Bundesregierung beabsichtigt, die Vorschläge der Rentenkommission vollständig zu übernehmen. Dazu gehören Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut sowie eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Ein zentraler Vorschlag ist die Einführung einer Mindestrente, die durch erhöhte Bundeszuschüsse finanziert werden soll. Damit soll die Armut unter Rentnern verringert werden, doch gibt es Kritik, da die Umverteilung von einkommensschwächeren Gruppen zu Wohlhabenderen erfolgen würde. Zudem wird das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt – was de facto zu Kürzungen führt, da die Auszahlungen später beginnen.

Die Rentenkommission schlägt vor, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils bis zu ein Prozent des Bruttolohns in ein kapitalgedecktes System einzahlen. Solche Anlagen bergen jedoch Risiken: Finanzdienstleister erheben oft hohe Gebühren, und Renditen von über drei Prozent sind keineswegs garantiert. Historisch betrachtet gibt es weitere Bedenken: In den 1950er-Jahren verzichtete Bundeskanzler Konrad Adenauer auf ein kapitalbasiertes Modell und führte stattdessen das heutige umlagefinanzierte System ein, das sich seitdem als stabil und krisenfest erwiesen hat.

Entgegen mancher Behauptungen profitieren auch jüngere Arbeitnehmer vom gesetzlichen Rentensystem. In den letzten 20 Jahren ist der Anteil der Rentenausgaben am Bruttoinlandsprodukt sogar gesunken – ein Beleg für die Widerstandsfähigkeit des Systems.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die geplante Rentenreform der Regierung zielt darauf ab, Altersarmut zu bekämpfen und das Renteneintrittsalter anzupassen. Die Vorschläge setzen teilweise auf Kapitalmärkte – trotz deren Unsicherheiten und Kosten. Das bestehende gesetzliche System bleibt jedoch eine verlässliche Grundlage für die Alterssicherung.

Quelle