23 December 2025, 19:23

Ministerpr√§sident Kretschmer ruft zur Einheit auf

Ein Weihnachtsbaum auf einer Straße mit Menschen darauf, flankiert von zwei Fahnenmästen, mit beleuchteten Gebäuden im Hintergrund.

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Dresdner Frauenkirche feiert traditionellen Heiligabend-Gottesdienst

Am 24. Dezember 2021 fand in der Dresdner Frauenkirche der jährliche Gottesdienst an Heiligabend statt – ein Fest, das Tausende in einer langjährigen Tradition zusammenführt. Die Veranstaltung, die erstmals 1993 zwischen den Trümmern der kriegszerstörten Kirche abgehalten wurde, hat sich seitdem zum größten regelmäßigen Freiluftgottesdienst Sachsens entwickelt. In diesem Jahr füllten wieder Reden und Musik den Platz, während Aufrufe zu Einheit und Besinnung unter den Besuchern widerhallten.

Der erste Gottesdienst am 23. Dezember 1993 fand vor dem Altar der Frauenkirche statt, der erst kurz zuvor aus den Trümmern freigelegt worden war. Im Laufe der Jahre wuchs die Versammlung stetig und zog über die Jahrzehnte mehr als eine halbe Million Menschen an. Die Kirche selbst, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, wurde nach der deutschen Wiedervereinigung wiederaufgebaut und wurde so zu einem Symbol der Erneuerung.

Beim Gottesdienst 2021 mahnte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Anwesenden zu größerer Solidarität. Er äußerte die Hoffnung, dass das Gefühl von Frieden und Zusammengehörigkeit, das in den Feiertagen spürbar ist, auch über die Festtage hinaus Bestand habe. Landesbischof Tobias Bilz richtete ebenfalls Worte an die Gemeinde und ermutigte die Menschen, in Gebet und Gemeinschaft bei anderen Halt zu suchen, statt Kämpfe allein zu tragen. Er betonte die Bedeutung von Empathie und Verständnis und rief die Zuhörer dazu auf, gemeinsame Werte mit ihren Mitmenschen zu finden.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Dresdner Kreuzchor, dessen Gesang seit jeher ein Herzstück der Veranstaltung ist. Auch das Ludwig-Güttler-Blechbläserensemble, die Sopranistin Olena Tokar, der Dresdner Motettenchor und die Sächsische Posaunenmission trugen mit ihren Auftritten zur musikalischen Vielfalt des Abends bei. Bilz verwies zudem darauf, dass die christliche Tugend der Hoffnung oft unterschätzt werde, und erinnerte die Versammelten an ihre bleibende Bedeutung.

Der Heiligabend-Gottesdienst vor der Dresdner Frauenkirche bleibt ein Höhepunkt im kulturellen und religiösen Kalender Sachsens. Jahr für Jahr zieht er Tausende an, die über Einheit, Glauben und Widerstandsfähigkeit nachdenken. Die Ausgabe 2021 setzte diese Tradition fort – mit einer Mischung aus Musik, Reden und einem gemeinsamen Aufruf zur Solidarität.

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