Mysteriöses Verschwinden: Seit zehn Jahren fehlt jede Spur von Horst Georg Linnemann
Siegrid RöhrichtMysteriöses Verschwinden: Seit zehn Jahren fehlt jede Spur von Horst Georg Linnemann
Der Fall Horst Georg Linnemann: Seit fast einem Jahrzehnt ungelöst
Das Verschwinden von Horst Georg Linnemann, einem 28-jährigen Maschinenbaustudenten, bleibt fast zehn Jahre später ungeklärt. Zuletzt wurde er am 15. Dezember 2014 in Neumünster gesehen, bevor er spurlos verschwand. Die Behörden gehen seit Langem von einem Verbrechen aus, doch seine Leiche wurde nie gefunden.
Linnemann war an jenem Nachmittag des 15. Dezember 2014 zuletzt von seiner Freundin in ihrer gemeinsamen Wohnung in Neumünster gesehen worden. Fünf Tage später entdeckte man seinen dunkelblauen Volkswagen Golf IV mit dem Kennzeichen NMS-ZX 88 verlassen in Hamburg. Die Ermittler konzentrierten sich schnell auf zwei Männer – einen 28-Jährigen aus Neumünster und einen 26-Jährigen aus Kappeln –, doch es gab keine belastbaren Beweise, die sie mit dem Fall in Verbindung brachten.
Schon 2015 gingen die Behörden davon aus, dass Linnemann tot war, und durchsuchten Gebiete in Neumünster – ohne Erfolg. Eine Belohnung von 1.500 Euro wurde für Hinweise ausgesetzt, die zu seinem Verbleib oder zur Überführung der Verantwortlichen führen könnten. Trotz öffentlicher Aufrufe kam der Fall jahrelang nicht voran.
2024 nahm die Cold-Case-Einheit des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein die Ermittlungen wieder auf. Mit modernsten forensischen Methoden analysierten sie Akten, überprüften Beweismaterial neu und befragten Zeugen. Ihr jüngster Suchschwerpunkt liegt im Waldgebiet Wattenbeker Gehege. Die Behörden rufen erneut dazu auf, sich zu melden, falls jemand Angaben zu Linnemanns letzten Bewegungen, seinem Fahrzeug oder verdächtigen Vorgängen in der Region machen kann.
Die Belohnung von 1.500 Euro bleibt für sachdienliche Hinweise bestehen, die zur Auffindung von Linnemanns Leiche oder zur Aufklärung des Falls beitragen könnten. Die Ermittler verfolgen weiterhin alle Spuren in der Hoffnung, dass neue Beweise oder Hinweise aus der Bevölkerung endlich Klarheit bringen. Die aktuelle Suche im Wattenbeker Gehege ist der jüngste Versuch, ein Verschwinden aufzuklären, das die Polizei seit 2014 vor ein Rätsel stellt.