30 June 2026, 21:03

Netzausbau stockt: Kommunen und Betreiber suchen Lösungen für Strom-Engpässe

Das Stromnetz im Süden Baden-Württembergs erreicht seine Grenzen: Ausbau wird zur zentralen Herausforderung

Netzausbau stockt: Kommunen und Betreiber suchen Lösungen für Strom-Engpässe

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen, Landkreisen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetze zu erörtern. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert, an der auch die großen regionalen Netzbetreiber teilnahmen. Der steigende Strombedarf und das Wachstum der erneuerbaren Energien überfordern die bestehende Infrastruktur, was zu dringenden Problemen im Netz führt.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die zunehmende Belastung der Netze durch den höheren Verbrauch von Wärmepumpen, Elektrofahrzeugen und neuen Verbrauchern. Viele Städte und Gemeinden verzeichnen zudem vermehrt Anfragen zu Batteriespeichersystemen, was den Druck weiter erhöht. Die Netzbetreiber wiesen darauf hin, dass großflächige Batteriespeicher zwar sinnvoll seien, das Stromnetz jedoch zusätzlich belasten würden.

Ein zentrales Thema war die langsame Genehmigungspraxis für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen. Der Regierungspräsidium Freiburg kündigte an, die Abstimmung zu verbessern und die Verfahren zu beschleunigen. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, betonte, dass die Energiewende eine bessere Verzahnung von Erzeugung, Netz, Speicherung und Verbrauch erfordere.

Wolfgang Brucker, Geschäftsführer des Regionalverbands, unterstrich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern, Kommunen und Behörden. Ohne diese Kooperation könnten Wind- und Solarparks nicht ans Netz angeschlossen werden, und Unternehmen hätten Schwierigkeiten, einen Netzanschluss zu erhalten.

Ziel der Gespräche war es, Verzögerungen beim Netzausbau und in den Genehmigungsverfahren zu überwinden. Durch schnellere Abstimmung und bessere Zusammenarbeit sollen erneuerbare Energieprojekte schneller ans Netz gehen und die wachsende Nachfrage gedeckt werden. Dies könnte Engpässe verringern und die Energiewende insgesamt vorantreiben.

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