Neue Entwicklung: Fracht-Drohnen können 100 kg tragen
Neue Entwicklung: Frachtdrohnen sollen 100-Kilogramm-Lasten transportieren
Vorspann Ein Forschungsprojekt in Schleswig-Holstein entwickelt eine neue Plattform für Frachtdrohnen.
Artikeltext Ein neues Forschungsprojekt in Schleswig-Holstein arbeitet daran, den Lufttransport sauberer und effizienter zu gestalten. Im Rahmen der Initiative AERO-SH, geleitet von der Fachhochschule Kiel (FH Kiel) und der Teccon Consulting & Engineering GmbH, entstehen autonome Frachtdrohnen, die bis zu 100 Kilogramm tragen können. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen für regionale Unternehmen zu schaffen und gleichzeitig die CO₂-Emissionen in der Luftmobilität zu reduzieren.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen zwei Drohnen-Prototypen: Eine Variante setzt auf herkömmliche kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe, die andere auf 3D-gedruckte Faserverbundwerkstoffe. Beide Konstruktionen sollen Reichweite und Energieeffizienz verbessern – insbesondere für die Offshore-Versorgung und die medizinische Logistik.
Mit rund 660.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, will AERO-SH die Entwicklung beschleunigen. Ein modularer Baukastenansatz soll Zeit und Kosten sparen. Die Erkenntnisse fließen später in die Ingenieursausbildung an der FH Kiel ein. Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Seemann, Sprecher des Projekts, vertritt die Hochschule in der Kooperation. Das Team hofft, dass die Drohnen lokale Unternehmen durch umweltfreundlichere und praktikablere Transportoptionen stärken.
Das AERO-SH-Projekt bringt Schleswig-Holstein einem CO₂-neutralen Lufttransport näher. Durch die Erprobung neuer Materialien und modularer Designs sollen funktionsfähige Lösungen für Branchen wie die Offshore-Versorgung und das Gesundheitswesen entstehen. Die Ergebnisse werden zudem die zukünftige Ingenieursausbildung an der FH Kiel prägen.
