Neue Pfandregeln für alte Handys und Batterien: Warum das Recycling bald teurer wird als Wegwerfen
Siegrid RöhrichtMehr Pfandsysteme? Umweltminister fordert mehr Recycling - Neue Pfandregeln für alte Handys und Batterien: Warum das Recycling bald teurer wird als Wegwerfen
Bundesumweltminister Carsten Schneider treibt strengere Recyclingvorschriften für alte Handys und Batterien voran. Er will Pfandsysteme ausbauen – ähnlich wie sie bereits bei Autobatterien bestehen. Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern.
Schneider betont, dass die deutsche Wirtschaft von einem besseren Recycling profitieren könnte. Als Vorreiter in grüner Technologie könne das Land Abfall in eine Ressource verwandeln. Sein Plan sieht vor, dass bis 2026 die Entsorgung teurer wird als die Wiederverwendung.
Laut dem Vorschlag sollen Verbraucher ein Pfand auf Handys und Batterien zahlen, um die Rückgabe und das Recycling zu fördern. Der Minister verweist zudem auf die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten – insbesondere von China – zu reduzieren. Einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung gibt es jedoch noch nicht.
Das erweiterte Pfandsystem soll die Recyclingquoten steigern und die Kreislaufwirtschaft in Deutschland stärken. Bei einer Umsetzung könnte es Müll reduzieren und die Versorgung mit kritischen Rohstoffen sichern. Der Erfolg hängt dabei von der Beteiligung der Bevölkerung und der Zusammenarbeit mit der Industrie ab.