07 June 2026, 10:30

Niederrheinische Industrie startet mit drastischen Umsatzeinbrüchen ins Jahr 2026

IHK-Analyse        Zukunft als industrielles Standortal

Niederrheinische Industrie startet mit drastischen Umsatzeinbrüchen ins Jahr 2026

Industrieunternehmen im Niederrheinischen Mittelbereich starten mit Schwierigkeiten ins Jahr 2026

Das erste Quartal 2026 war für die Industrie im zentralen Niederrheingebiet von schwacher Umsatzentwicklung geprägt – in mehreren Schlüsselbranchen brachen die Erlöse sogar deutlich ein. Der allgemeine Rückgang bei den Einnahmen wirft Fragen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Region auf.

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Wie aktuelle Zahlen zeigen, sanken die Industrieumsätze im zentralen Niederrhein um 9,9 Prozent – ein weitaus stärkerer Einbruch als im Landesdurchschnitt von 3,1 Prozent. Besonders betroffen sind die Exporte, die als wichtige Stütze der regionalen Wirtschaft um 11,0 Prozent einbrachen.

Auch der Inlandsabsatz entwickelte sich schwach und ging um 8,4 Prozent zurück. Im Kreis Viersen fiel der Rückgang besonders drastisch aus: Hier sanken die Gesamtumsätze um 5,0 Prozent, der Inlandsumsatz sogar um 8,5 Prozent.

Nicht alle Branchen waren gleichermaßen betroffen: Am stärksten traf es den Maschinenbau, dessen Umsätze um 20,8 Prozent einbrachen. Die chemische Industrie verzeichnete ein Minus von 17,0 Prozent, während die Nahrungs- und Genussmittelbranche mit einem Rückgang von 11,9 Prozent zu kämpfen hatte. Lediglich die Metallherstellung und -verarbeitung konnte ein leichtes Plus von 1 Prozent verbuchen.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, reagierte mit einem Appell an die Bundesregierung. Er forderte mehr Unterstützung, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie auf dem Weltmarkt zu stärken.

Das erste Quartal 2026 hat der Industrie im zentralen Niederrhein erhebliche Herausforderungen beschert. Da die meisten Branchen rückläufige Umsätze melden, hinkt die wirtschaftliche Entwicklung der Region dem Landestrend hinterher. Die Wirtschaft lenkt nun den Blick auf die Politik – und erwartet Maßnahmen, um den Sektor zu stabilisieren und langfristig zu stärken.

Quelle