13 February 2026, 05:40

Oberlausitz kämpft um 40.000 neue Industriejobs bis 2025 – doch die Zeit drängt

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Menschen in Armut und die Armutsquote von 1959 bis 2005 zeigt, mit begleitendem beschreibendem Text.

Bedenken wegen struktureller Wandel in der Oberlausitz - Oberlausitz kämpft um 40.000 neue Industriejobs bis 2025 – doch die Zeit drängt

Oberlausitz steckt in einer sich verschärfenden Krise: Arbeitsplatzverluste und Bevölkerungsrückgang belasten die Region. Lokale Verantwortliche drängen nun auf rasches Handeln, um bis 2025 40.000 neue Stellenangebote in der Industrie zu schaffen. Sie warnen, dass der Kohleausstieg den wirtschaftlichen Niedergang weiter beschleunigen könnte. Der CDU-Abgeordnete Marko Schiemann kritisierte die zögerliche Reformpolitik und forderte unverzügliche Kurskorrekturen, um die Zukunft der Region zu sichern.

Zwischen 1995 und 2024 hat die Oberlausitz über 180.000 Einwohner verloren – besonders betroffen sind die Landkreise Görlitz und Bautzen. Anhaltende Arbeitsplatzverluste und hohe Energiekosten setzen vor allem energieintensive Industrien unter Druck und drohen bis 2025 zu weiteren Betriebsschließungen zu führen.

Der Kommunalpolitiker Schautschick forderte bei einer Veranstaltung in Boxberg die Schaffung von 40.000 neuen Industriejobs, um die wegfallenden Arbeitsplätze im Braunkohlebergbau zu ersetzen. Er betonte die Notwendigkeit besserer Infrastruktur und Gewerbegebiete, um Unternehmen anzulocken. Schiemann unterstützte diese Forderungen und warnte, der Strukturwandel stockt aufgrund hoher Energiepreise und mangelnder politischer Unterstützung.

Um die Wirtschaft anzukurbeln, schlug Schiemann zentrale Verkehrsprojekte vor: den Ausbau der A4 auf sechs Spuren sowie die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Dresden bis zur polnischen Grenze. Zudem forderte er eine Korrektur der teuren Energiepolitik, da die aktuellen Maßnahmen keine Arbeitsplätze sicherten.

Ohne schnelles Gegensteuern bleibt der wirtschaftliche Umbau der Oberlausitz gefährdet. Die Forderung nach 40.000 neuen Jobs bis 2025 unterstreicht die Dringlichkeit, Infrastruktur zu modernisieren, Energiekosten zu senken und den Bevölkerungsschwund umzukehren. Die Verantwortlichen bestehen darauf, dass politische Weichenstellungen jetzt erfolgen müssen, um einen weiteren industriellen Kollaps zu verhindern.