30 April 2026, 06:33

Ökonomen schlagen Alarm: Deutschlands Haushalt droht zu kippen – wer zahlt die Zeche?

Plakat mit Text und Logo, das Amerikaner sparen jährlich 5,5 Milliarden Dollar durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung zur Bekämpfung von Überziehungs- und Rücklastschriftgebühren.

Ökonomen schlagen Alarm: Deutschlands Haushalt droht zu kippen – wer zahlt die Zeche?

Deutschlands Bundeshaushalt gerät zunehmend unter Druck, warnen Ökonomen des ifo Instituts. Steigende Schulden und verschobene Reformen bergen langfristige Risiken – vor allem für jüngere Steuerzahler. Zwei Expert:innen mahnen nun, die aktuelle Politik sei nicht tragfähig und erfordere dringendes Handeln.

Andreas Peichl vom ifo Zentrum für Öffentliche Finanzen bezeichnete den Haushalt als "alles andere als solide". Er verwies darauf, dass neue Kredite die Zinslast in die Höhe treiben und der Regierung so finanziellen Spielraum nehmen. Ohne strengere Vorgaben werde die Haushaltsstabilität weiter erodieren, so Peichl.

Als Lösungsansätze schlug er höhere Steuern auf Alkohol und Tabak sowie eine Zuckerabgabe vor. Die Einnahmen daraus sollten jedoch nicht zur Stopfung von Haushaltslöchern dienen, sondern in Präventionsprogramme fließen. Gleichzeitig forderte er eine grundlegende Überprüfung der Staatsausgaben und Subventionen, um überflüssige Kosten zu streichen.

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Emilie Höslinger vom ifo Zentrum für Makroökonomie und Umfragen teilte diese Bedenken. Sie kritisierte, die Schuldenbremse – eigentlich dazu gedacht, die Neuverschuldung zu begrenzen – weise zu viele Schlupflöcher auf und zwinge zu keinen echten Reformen. Beide Ökonom:innen wiesen zudem auf ungelöste Risiken bei Sondervermögen hin, die ohne ausreichende Kontrolle zweckentfremdet werden könnten.

Höslinger betonte, dass explodierende Zinskosten und aufgeschobene Reformen künftige Generationen stark belasten werden. "Ohne schärfere Haushaltsregeln wird sich das Problem weiter verschärfen", warnte sie.

Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Deutschland mit wachsenden Schulden und lascher Haushaltsdisziplin kämpft. Ökonomen drängen auf Steuerreformen, strengere Ausgabenkontrollen und härtere Schuldenregeln. Ohne Kurskorrektur, so ihre Einschätzung, werde die finanzielle Belastung für jüngere Steuerzahler weiter steigen.

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