Olympia-Entscheidung: Nordische Kombination kämpft um Frauenwettbewerbe und Zukunft
Siegrid RöhrichtOlympia-Entscheidung: Nordische Kombination kämpft um Frauenwettbewerbe und Zukunft
Nordische Kombination bleibt die einzige Wintersport-Disziplin ohne Frauenwettbewerbe bei Olympia
Der Platz der Nordischen Kombination bei künftigen Winterspielen hängt nun von einer Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ab, die für diesen Sommer erwartet wird. Die jüngste Unterstützung durch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hat die Hoffnungen auf eine Fortführung der Sportart genährt – verbunden mit dem Drängen nach mehr Geschlechtergerechtigkeit.
Während eines Besuchs bei den Wettbewerben der Nordischen Kombination verfolgte Coventry die Wettkämpfe aufmerksam und applaudierte mehrfach. FIS-Präsident Johan Eliasch betonte ihre Begeisterung und beschrieb sie als "sehr engagiert". Eliasch bestätigte später, er werde sich dafür einsetzen, dass die Nordische Kombination im olympischen Programm bleibt – unter der Voraussetzung, dass auch Frauenwettbewerbe eingeführt werden.
Auch die Athleten zeigten sich optimistisch. Julian Schmid bezeichnete die Veranstaltung als "großartige Werbung" für den Sport. Vinzenz Geiger ergänzte, Coventry habe "schwärmend" von der Spannung und der Zuschauerbegeisterung gesprochen. Johannes Rydzek wies unterdessen auf das anhaltende Fehlen von Frauenwettbewerben hin – eine Lücke, die die Verantwortlichen des Sports nun schließen wollen.
Die endgültige Entscheidung des IOC wird in den kommenden Monaten fallen. Bei einer Zustimmung könnte die Nordische Kombination mit einer erstmals ausgetragenen Frauenkonkurrenz zurückkehren.
Die Sommerentscheidung des IOC wird darüber bestimmen, ob die Nordische Kombination im olympischen Programm bleibt. Ein positives Ergebnis würde erstmals Frauenwettbewerbe einführen. Sowohl die Sportführung als auch die Athleten haben deutlich gemacht, wie sehr ihnen an der Zukunft der Disziplin gelegen ist.