28 June 2026, 08:23

Özdemir warnt vor AfD als größte Gefahr für die Demokratie Deutschlands

Özdemir sieht Demokratie so gefährdet wie nie zuvor

Özdemir warnt vor AfD als größte Gefahr für die Demokratie Deutschlands

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir hat eine drastische Warnung zum Zustand der Demokratie in Deutschland ausgesprochen. Die Gefahr sei heute größer als zu jedem anderen Zeitpunkt in der jüngeren Geschichte des Landes, so Özdemir. Im Mittelpunkt seiner Sorgen steht der Aufstieg der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Özdemir sieht in der AfD eine ernste Bedrohung nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte Welt. Besonders besorgniserregend sei ihr potenzieller Einfluss in Bundesländern wie Thüringen und Brandenburg, wo er ihre Verbindungen zu ethnonationalistischen Ideologien genauer untersuchen will. Gleichzeitig betont er die besondere Verantwortung Deutschlands als Land der Shoah und mahnt zu erhöhter Wachsamkeit.

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Der Ministerpräsident befürwortet ein mögliches Verbot der AfD nach Artikel 21 des Grundgesetzes. Diese rechtliche Regelung existiere nicht ohne Grund und könne angewendet werden, falls die Partei als verfassungsfeindlich eingestuft werde, argumentiert er. Zwar räumt Özdemir ein, dass einige AfD-Anhänger noch zugänglich für Überzeugungsarbeit seien – andere jedoch seien unwiderruflich verloren.

Zuvor hatte Özdemir angekündigt, Hochburgen der AfD zu besuchen, um direkt mit Wählern ins Gespräch zu kommen. Zudem warnte er, eine von der AfD geführte Regierung würde einen Vertrauensbruch gegenüber Deutschlands Nachbarn und der internationalen Gemeinschaft bedeuten.

Özdemirs Warnungen unterstreichen die wachsende politische Spannung um die AfD. Die Ideologie der Partei stelle eine direkte Herausforderung für demokratische Werte dar, betont er. Die Debatte über ihre Zukunft bleibt eine der drängendsten Fragen der deutschen Politik.

Quelle