08 May 2026, 14:37

Panter-Preis 2026: Diese rebellischen Medienprojekte kämpfen um Anerkennung

Zeitungsvorderseite mit mehreren Anzeigen und Schlagzeilen.

Panter-Preis 2026: Diese rebellischen Medienprojekte kämpfen um Anerkennung

Der Panter-Preis 2026 ehrt grassroots-Medien unter dem Motto Unabhängig. Kritisch. Widerständig. Die Auszeichnung würdigt Projekte, die etablierte Erzählungen hinterfragen und Gemeinschaften stärken. Die Preisträger werden im Oktober nächsten Jahres bei einer Feier in Hamburg bekannt gegeben.

Auf der Shortlist stehen langjährige Initiativen wie der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefangenenzeitung, sowie neuere Plattformen wie Radio Connection, ein mobiles Studio in Berlin, das mehrsprachige Sendungen produziert. Zu den Nominierten zählt auch Radio CORAX, ein Freies Radio aus Halle, das seit seinem Start am 1. Juli 2000 fast 170 Programme ausgestrahlt hat. Mit über 400 Mitgliedern bleibt es eine wichtige Stimme für lokalen Aktivismus und Kultur. Ein weiterer Anwärter ist UnAufgefordert, das am 17. November 1989 als Studentenzeitung begann und bis heute kritische Berichte von Hochschulcampussen veröffentlicht.

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Der lichtblick ist Deutschlands älteste unabhängige Gefangenenzeitung und erscheint seit 1968 ohne Zensur. RUMS aus Münster konzentriert sich hingegen auf investigativen Journalismus und lokale Geschichten, während nah:dran – Medien für alle Workshops und eine Mediathek für Jugendliche anbietet. Der Berndt Media Verlag steuert zudem kostenlose Monatsmagazine zu Kino und Kultur in den Regionen Rhein und Ruhr bei.

Die öffentliche Abstimmung für den Publikumspreis beginnt am 8. Juni 2026 und endet am 27. Juni. Die feierliche Preisverleihung findet am 14. Oktober um 18 Uhr im Museum der Arbeit in Hamburg statt, wo Projekte wie Radio Connection – ein mobiles Studio für Berlins mehrsprachige Communities – um Anerkennung wetteifern. Der Panter-Preis 2026 rückt Medienprojekte in den Fokus, die außerhalb traditioneller Strukturen agieren. Von Gefangenenjournalismus über Jugendbildung bis zu Lokalradio spiegeln die Nominierten ein Engagement für unabhängiges Erzählen wider. Die Gewinner werden durch eine Kombination aus Jury-Entscheidungen und Publikumsvoten ermittelt; die Ergebnisse werden im Oktober verkündet.

Quelle