POL-KI: 250506.2 Kiel: Wasserpolizei untersucht Angler
Wasserschutzpolizei Kiel ermittelt gegen Angler wegen tierschutzwidrigen Verhaltens
Polizeidirektion Kiel – Kiel – Am 1. Mai kontrollierten Beamte der Wasserschutzpolizei am Kieler Förde eine Gruppe von Anglern. Dabei gerieten drei Personen wegen des Verdachts auf nicht fachgerechte Tötung von Fischen in den Fokus der Ermittler. Den Angeln wird vorgeworfen, gegen Tierschutzbestimmungen verstoßen zu haben, indem sie die Tiere nicht artgerecht behandelt haben.
Bei der Routinekontrolle stellten die Beamten fest, dass etwa 200 Schollen nicht waidgerecht getötet worden seien. Gegen die beiden Männer (40 und 48 Jahre) sowie eine 42-jährige Frau wird nun wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, die Tierschutz-Schlachtverordnung und das Landesfischereigesetz ermittelt. Ihnen drohen gemäß § 17 Tierschutzgesetz Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldbußen.
Die Wasserschutzpolizei Kiel führt regelmäßig solche Kontrollen durch, um die Einhaltung der Fischereivorschriften zu überwachen. Ziel ist es, das Bewusstsein für den artgerechten Umgang mit Meerestieren zu schärfen und unnötiges Leid zu verhindern. Die Ermittlungen leitet der Polizeibeamte Christian Möller.
Die drei Angler bleiben vorerst Beschuldigte. Bei einer Verurteilung müssen sie mit empfindlichen Strafen rechnen, darunter Geldbußen oder Haft. Die Behörden behalten die Angelaktivitäten in der Region weiterhin im Blick, um die Einhaltung der Tierschutzstandards sicherzustellen.






