11 March 2026, 12:34

Porsche stürzt in die Krise: 91-Prozent-Gewinneinbruch durch Verbrenner-Strategie

Ein Porsche 917K Le Mans Rennauto wird in einem Museum ausgestellt, umgeben von anderen Sportwagen und Menschen, mit einer Wand im Hintergrund und einem Blatt Papier mit Text auf der linken Seite.

Porsche stürzt in die Krise: 91-Prozent-Gewinneinbruch durch Verbrenner-Strategie

Porsche verzeichnet einen drastischen Gewinnrückgang: Der Nettogewinn nach Steuern brach um 91,4 Prozent auf nur noch 310 Millionen Euro ein. Der Luxusautobauer kämpfte 2025 mit massiven finanziellen und marktbedingten Herausforderungen und erzielte kaum noch Gewinne. Ein zentraler Grund war die Entscheidung, die Produktion von Verbrennermodellen länger aufrechtzuerhalten – eine Strategie, die hohe Kosten mit sich brachte.

In den vergangenen drei Jahren schrumpfte Porsches Marktanteil bei Sportwagen mit Verbrennermotor von etwa 25 auf 18 Prozent. Gleichzeitig legten Konkurrenten wie Ferrari und Lamborghini zu: Ferraris Anteil stieg von 22 auf 28 Prozent, Lamborghinis von 12 auf 16 Prozent. Strengere EU-Abgasvorschriften und die Branchenwende hin zu Hybrid- und Elektroantrieben spielten dabei eine Rolle, ebenso wie die starke Nachfrage nach Ferraris und Lamborghinis leistungsstarken V8- und V12-Modellen in den USA und Asien.

Die finanzielle Belastung des Unternehmens verschärfte sich durch Milliardeninvestitionen in die Verlängerung der Verbrennerproduktion. Diese Maßnahme, die treue Käufer traditioneller Motoren halten sollte, ging nach hinten los – die Gewinne schmolzen nahezu dahing. Zudem belasteten schwache Absatzzahlen in China und höhere US-Zölle die Bilanz zusätzlich.

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Für 2026 rechnet Porsche mit einem weiteren Umsatzrückgang. Dennoch zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch und erwartet eine Erholung der Rendite auf über fünf Prozent – trotz der aktuellen Talfahrt.

Die jüngsten Geschäftszahlen unterstreichen, wie teuer es wird, in einem sich wandelnden Markt an Verbrennern festzuhalten. Nun steht die Marke vor der Herausforderung, Tradition und Elektrifizierung unter einen Hut zu bringen. Angesichts des Marktanteilsverlusts an die Konkurrenz und wachsendem externen Druck werden die nächsten Schritte des Unternehmens mit Spannung verfolgt.

Quelle