29 April 2026, 14:37

Protest für kostenlose Hautkrebsvorsorge vor dem Kanzleramt

Schwarzes und weißes Foto von sechs Männern in Anzügen und Krawatten, jeder trägt eine Brille, mit dem Text "Darmkrebs: Neue Erkenntnisse zu einer vermeidbaren Krankheit" darunter.

Protest für kostenlose Hautkrebsvorsorge vor dem Kanzleramt

Protest unter dem Motto "Rettet die Hautkrebsvorsorge" am Mittwoch vor der Kanzlei

Am Mittwoch, dem 29. April, findet um 8:30 Uhr vor dem Bundeskanzleramt eine Demonstration unter dem Titel "Rettet die Hautkrebsvorsorge" statt. Organisiert wird die Aktion von der Kampagnengruppe Campact, deren Teilnehmer sich symbolisch entkleiden und Plakate mit unbekleideten Körpern sowie Parolen für bezahlbare Gesundheitsversorgung und gegen Kürzungen hochhalten werden.

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Im Fokus steht der geplante Wegfall der kostenlosen Hautkrebsvorsorge für alle Menschen ab 35 Jahren. Bisher können Versicherte alle zwei Jahre ein kostenloses Screening in Anspruch nehmen – doch die Reformpläne sehen vor, diese Leistung komplett zu streichen. Angesichts der Tatsache, dass sich die Hautkrebsfälle in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt haben, wird Früherkennung immer dringender.

Die Demonstration wird von der Campact-Aktivistin Annika Liebert angeführt. Die Gruppe hat bereits eine halbe Million Unterschriften gegen die Kürzungen gesammelt. Die Protestierenden fordern zudem, dass die Pharmaindustrie stärker an den Gesundheitskosten beteiligt wird, um die öffentliche Hand zu entlasten.

Der Zeitpunkt der Kundgebung fällt mit der Vorstellung des Reformpakets durch Gesundheitsministerin Nina Warken im Kabinett zusammen. Zwar zielen die Pläne auf eine Entlastung der Gesundheitsausgaben ab, doch Kritiker warnen, dass dadurch lebenswichtige Vorsorgeleistungen gestrichen werden könnten.

Die Demonstranten appellieren an die Bundesregierung, die regelmäßigen Hautkrebs-Screenings beizubehalten und die Gesundheitsversorgung bezahlbar zu halten. Mit einer halben Million Unterstützerunterschriften hoffen die Organisatoren, die Politik zum Umdenken zu bewegen. Die Entscheidung könnte Millionen Menschen betreffen, die auf Früherkennung angewiesen sind.

Quelle