05 June 2026, 16:17

Quizkandidat ketten sich in Zwangsjacke an Magdeburger Dom – Protest gegen AfD-Machtübernahme

Rotkäppchen in der Zwangsjacke

Quizkandidat ketten sich in Zwangsjacke an Magdeburger Dom – Protest gegen AfD-Machtübernahme

Ein 43-jähriger Berufs-Quizkandidat hat sich vor dem Magdeburger Dom angekettet, um gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt zu protestieren – falls die AfD die anstehenden Wahlen gewinnt. Maik Sawatzke, in ein weißes Zwangsjackett gekleidet, lässt sich von seiner Partnerin mit Schokolade und Sekt bei Kräften halten.

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Sawatzke behauptet, erst kürzlich während der Arbeit zu Hause überfallen worden zu sein. Seine Geldbörse wurde gestohlen und später leer im Müll gefunden. Trotz dieses Rückschlags bleibt er entschlossen in seinem Protest, der sich gegen ein lange nicht angewandtes Gesetz richtet: Es ermöglicht dem Bund, einzugreifen, sollte die AfD die Rechtsstaatlichkeit untergraben.

Er und seine Partnerin Uta tragen denselben Nachnamen, sind aber nicht standesamtlich verheiratet. Sie erklären, sie würden heiraten, falls die AfD jemals an die Macht käme. Uta bezeichnet sich selbst als „Hausfrau im besten Sinne des Wortes“ und steht hinter Sawatzkes Aktivismus.

Neben politischen Forderungen setzt sich Sawatzke für mehr persönliche Freiheiten in Sachsen-Anhalt ein – etwa für das Recht auf FKK-Sonnenbaden und ein Ende von Zwangsehen. Seine Karriere als Quizkandidat war von Höhen und Tiefen geprägt, mit gelegentlicher Selbstsabotage bei Wettbewerben. Daneben arbeitet er als bezahlter Demonstrant, oft für die AfD.

Der Protest erfolgt zu einer Zeit, in der die AfD damit droht, rechtliche Normen infrage zu stellen, falls sie gewählt wird. Sawatzkes Aktion unterstreicht die Spannungen um eine mögliche Bundesaufsicht über Sachsen-Anhalt. Mit seinem ungewöhnlichen Lebensstil und seinen Aktionen sorgt er im Vorfeld der Landtagswahl für Aufmerksamkeit.

Quelle