04 April 2026, 16:35

Regio-Pass revolutioniert Zugang zu lokalen Nachrichten aus mehreren Regionen

Alte deutsche Zeitungsvorderseite vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", zeigt eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer festlichen Umgebung.

Regio-Pass revolutioniert Zugang zu lokalen Nachrichten aus mehreren Regionen

Regio-Pass: Neues Digital-Abo bündelt lokale Nachrichten aus verschiedenen Regionen

Ein neues digitales Abonnement namens Regio-Pass ist gestartet und bietet Leserinnen und Lesern Zugang zu regionalen Nachrichten aus unterschiedlichen Gebieten. Das Pilotprojekt, das von drei Zeitungen getragen wird, richtet sich vor allem an Fußballfans, Pendler und Kulturinteressierte – mit flexiblen Inhaltsoptionen. Sein Erfolg wird entscheiden, ob das Modell dauerhaft im deutschen Medienmarkt etabliert wird.

Mit dem Regio-Pass können Abonnenten Artikel aus mehreren Regionalzeitungen lesen, selbst wenn sie nicht in den jeweiligen Gebieten wohnen. Fußballanhänger von Vereinen wie Waldhof Mannheim oder dem KSC können so etwa über Neuigkeiten zum SC Freiburg auf dem Laufenden bleiben. Kulturbegeisterte in Freiburg oder Mannheim erhalten Zugang zu Rezensionen aus dem Festspielhaus Baden-Baden. Auch Leser am Stadtrand großer Ballungsräume oder Berufspendler, die Nachrichten aus verschiedenen Regionen verfolgen möchten, werden mit dem Angebot angesprochen.

Technisch unterstützt wird das Projekt von der Contentpass GmbH mit Sitz in Kleinmachnow, die die Einbindung kostenpflichtiger Inhalte übernimmt. Dirk Freytag, Geschäftsführer von Contentpass und Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), hofft, dass die Initiative den Mehrwert von überregionalen Journalismus-Kooperationen unter Beweis stellt. Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Gruppe, ist überzeugt, dass Leser den Pass als attraktive Ergänzung zu ihren bestehenden Abonnements wahrnehmen werden.

Der Regio-Pass ist nicht das einzige Bündelungsmodell in Deutschland. Die Allianz Alles plus, angeführt von Der Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, bietet vergünstigte Pakete mit einer Mischung aus überregionalen und regionalen Titeln an. Andere Verlage wie Axel Springer und die Funke Mediengruppe haben seit 2022 ähnliche Modelle eingeführt, die jedoch stärker auf nationale Inhalte mit festen Preisen setzen. Der Regio-Pass hingegen legt den Fokus auf flexible regionale Zugänge – ohne starre Abo-Gebühren.

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Aktuell läuft der Regio-Pass als zeitlich begrenztes Testangebot. Nach der Auswertung wird über eine Verlängerung oder Erweiterung entschieden. Bei Erfolg könnte das Modell die Art und Weise verändern, wie Leser in Deutschland künftig auf lokale Nachrichten aus verschiedenen Regionen zugreifen.

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