Rekordjahr 2025: Deutsche Tech-Branche mit Milliarden-Deals und Start-up-Boom
Siegrid RöhrichtRekordjahr 2025: Deutsche Tech-Branche mit Milliarden-Deals und Start-up-Boom
Deutschlands Technologiebranche erlebte 2025 tiefgreifende Veränderungen – mit Rekordfinanzierungen und Milliardenübernahmen. Das Jahr endete mit 35,5 Milliarden Euro, die die 100 vielversprechendsten Start-ups einsammelten, ein Plus von 11 Prozent gegenüber 2024. Gleichzeitig stiegen die Werte bei Fusionen und Übernahmen deutlich, auch wenn die Anzahl der Deals leicht zurückging.
Das größte Technologiegeschäft des Jahres war der Verkauf von Techem für 6,4 Milliarden Euro an ein Konsortium unter Führung der Partners Group. Weitere herausragende Transaktionen umfassten die Übernahme von Northern Data durch Rumble für 1,9 Milliarden Euro sowie den Kauf von Hornetsecurity durch Proofpoint für 1,6 Milliarden Euro. Auch der Private-Equity-Riese KKR schnappte sich die Datagroup – ein weiteres Zeichen für das reges Übernahmegeschehen.
Softwareunternehmen dominierten den Markt und machten 61 Prozent aller Übernahmen aus. Ausländische Investoren spielten eine zentrale Rolle: 56 Prozent der deutschen Technologiefirmen gingen an internationale Käufer. Insgesamt stieg der Gesamtwert der M&A-Transaktionen um 28 Prozent auf 16 Milliarden Euro – trotz eines leichten Rückgangs der Deal-Zahl von 387 (2024) auf 375 (2025).
Auch bei den Startup-Finanzierungen gab es Zuwächse: Die durchschnittliche Investitionsrunde wuchs auf 11,6 Millionen Euro (2024: 8,7 Millionen). Die größten Einzelinvestitionen flossen in Helsing (596 Millionen Euro), Green Flexibility (398 Millionen) und Tubulis (342 Millionen). Besonders stark legte der Verteidigungs- und Sicherheitstechnik-Sektor zu und überschritt erstmals die Marke von einer Milliarde Euro.
Die Zahlen belegen ein starkes Jahr für die deutsche Tech-Branche – mit mehr Kapital, größeren Deals und wachsender internationaler Nachfrage. Software und Rüstungstechnologie trieben das Wachstum voran. Die Entwicklungen deuten darauf hin, dass Start-ups und Übernahmen auch in den kommenden Jahren an Fahrt gewinnen werden.






