23 May 2026, 18:28

Rekordzahl: Über 300.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft

Deutschland erlebt einen historischen Bürgerrechtsboom

Rekordzahl: Über 300.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft

Deutschland verzeichnete 2025 die höchste Zahl an Einbürgerungen seit Beginn der Aufzeichnungen. Wie aus offiziellen Statistiken hervorgeht, erhielten mindestens 309.852 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Dieser starke Anstieg folgt auf gesetzliche Reformen und eine Welle von Migrantinnen und Migranten, die nach Jahren des Aufenthalts nun die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen.

Der deutliche Zuwachs ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Geflüchtete, die während der großen Zuwanderungswelle 2015 und 2016 nach Deutschland kamen, nun Anspruch auf die Staatsangehörigkeit haben. Durch die novellierten Regelungen wurde die Mindestaufenthaltsdauer von acht auf fünf Jahre verkürzt, und die Möglichkeit zur doppelten Staatsbürgerschaft wurde erleichtert. Diese Änderungen haben maßgeblich zu den Rekordzahlen beigetragen.

Syrerinnen und Syrer stellen nach wie vor die größte Gruppe unter den Neueingebürgerten in den meisten Regionen dar. Doch auch die Zahl der Antragsteller mit türkischer oder russischer Staatsangehörigkeit ist deutlich gestiegen. Allein in Nordrhein-Westfalen ließen sich 3.841 Russen einbürgern – ein Anstieg um 67,4 Prozent. Brandenburg verzeichnete ebenfalls einen Zuwachs von 25 Prozent bei den Einbürgerungen.

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Für 2027 wird mit einer weiteren Welle gerechnet. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer, die 2022 als Geflüchtete nach Deutschland kamen, werden dann die fünftjährige Mindestaufenthaltsdauer erfüllen und könnten so zu einem erneuten Anstieg der Anträge führen.

Die Zahlen von 2025 markieren den höchsten Stand an Einbürgerungen seit Beginn der bundesweiten Erfassung im Jahr 2000. Angesichts der umgesetzten Rechtsreformen und der wachsenden Zahl berechtigter Migrantinnen und Migranten dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Die Daten spiegeln sowohl politische Weichenstellungen als auch die langfristige Integration früherer Geflüchteter wider.

Quelle