24 March 2026, 02:35

Rentenreform 2027: Warum Eltern jetzt handeln müssen, um mehr Geld zu bekommen

Liniengraph, der den Trend der Mittel zeigt, die für den Fokus auf die Geschlechterlücke im Laufe der Zeit zugewiesen wurden, mit begleitendem erklärendem Text.

Rentenreform 2027: Warum Eltern jetzt handeln müssen, um mehr Geld zu bekommen

Änderungen im deutschen Rentensystem bringen Eltern bald mehr Geld – doch nur, wer aktiv wird

Ab Januar 2027 profitieren Eltern von einer Rentenreform, die die Anrechnung von Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder erhöht. Doch viele riskieren, leer auszugehen, wenn sie Erziehungszeiten nicht geltend machen oder nach der Elternzeit ihre Arbeitszeit reduzieren.

Die Lücken können sich über die Jahre summieren und Rentnern tausende Euro an entgangenen Zahlungen kosten.

Aktuell entspricht ein Rentenpunkt einem Wert von 40,79 Euro, der im Juli 2026 auf 42,52 Euro steigt. Für jedes Kind können Eltern bis zu drei Jahre Kindererziehungszeit anrechnen lassen – pro Jahr bedeutet das etwa 40,79 Euro mehr Rente im Monat. Doch diese Leistung gibt es nicht automatisch: Sie muss beantragt werden.

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Vor der Reform 2027 erhielten Eltern von vor 1992 geborenen Kindern rund 20 bis 21 Euro monatlich pro Kind, basierend auf 2,5 Rentenpunkten. Die neuen Regeln fügen 0,5 Punkte hinzu, sodass es künftig 3 Punkte pro Kind sind. Das bedeutet eine zusätzliche Rente von 20 bis 21 Euro pro Kind und Monat, ausgezahlt ab 2028. Die Änderung gleicht ältere Ansprüche an die Regelungen für jüngere Kinder an und ermöglicht es geschiedenen Eltern, die Rentenaufteilung neu zu prüfen.

Doch wer nach der Elternzeit die Arbeitszeit verringert, riskiert niedrigere Rentenansprüche. Eine Reduzierung von 40 auf 30 Wochenstunden mindert die Rentenpunkte um etwa 25 Prozent pro Jahr. Ein einjähriger Berufsausstieg bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro führt zu einer monatlichen Rentenkürzung von rund 30 Euro. Nach zwei Jahren steigt der Verlust auf 60 Euro im Monat. Über Jahrzehnte im Ruhestand können sich diese Fehlbeträge auf tausende Euro summieren.

Auch unbezahlter Urlaub wirkt sich negativ auf die Altersvorsorge aus. Nach vier Wochen ohne Lohnfortzahlung zahlen Arbeitgeber keine Sozialversicherungsbeiträge mehr – in der Rentenversicherung entsteht so eine Lücke. Um das auszugleichen, können Beschäftigte freiwillige Rentenzahlungen leisten (ab 112,16 Euro pro Monat) oder ein Arbeitszeitkonto nutzen, um Sabbaticals abzusichern.

Die Reform 2027 bringt Eltern älterer Kinder höhere Renten – aber nur, wenn sie die Ansprüche geltend machen. Wer die Arbeitszeit reduziert oder unbezahlten Urlaub nimmt, muss mit dauerhaften finanziellen Einbußen rechnen. Freiwillige Beiträge und eine gute Planung können die Lücken verringern – doch ohne Eigeninitiative drohen Verluste.

Quelle