07 May 2026, 22:28

Rheinmetall enttäuscht mit Quartalszahlen – doch die Zukunftspläne bleiben ehrgeizig

Plakat mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, die besagt "Mehr als 16 Milliarden US-Dollar in neue Offshore-Wind-Investitionen unter Präsident Biden".

Rheinmetall enttäuscht mit Quartalszahlen – doch die Zukunftspläne bleiben ehrgeizig

Rheinmetall verzeichnet gemischte Quartalsergebnisse – Umsatz und Gewinne unter den Erwartungen

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal durchwachsene Zahlen vorgelegt: Sowohl Umsatz als auch Gewinne blieben hinter den Markterwartungen zurück. Trotz eines Umsatzanstiegs um 8 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro fielen die Aktien des Unternehmens nach Bekanntgabe der Ergebnisse um über 2 Prozent, da die Gewinne die Prognosen verfehlten.

Das operative Ergebnis stieg zwar um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, lag damit aber 38 Millionen Euro unter den Schätzungen der Analysten. Auch der Umsatz verfehlte die Erwartungen um 330 Millionen Euro. Dennoch bestätigte Rheinmetall seine Finanzziele für 2026 und peilt weiterhin einen Umsatz von 14 bis 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent an.

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Der Auftragsbestand des Konzerns wuchs um 31 Prozent auf 73 Milliarden Euro – erstmals inklusive des Bereichs Naval Systems. Rheinmetall baut seine Kapazitäten in der Raketenproduktion aus, doch die Gespräche mit dem US-Konzern Lockheed Martin verlaufen langsamer als erwartet. Vorstandschef Armin Papperger bestätigte hingegen laufende Verhandlungen mit Raytheon als möglichen Alternativpartner.

Neben der Raketensparte strebt Rheinmetall neue Aufträge im Nahen Osten an: Bis 2025 könnten bis zu zehn Luftabwehrsysteme geliefert werden. Zudem plant das Unternehmen gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus ab Ende 2026 oder Anfang 2027 die Produktion von Marschflugkörpern. Darüber hinaus hat Rheinmetall ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel abgegeben und prüft eine Teilübernahme der rumänischen Werft Mangalia.

Trotz der kurzfristigen finanziellen Enttäuschungen expandiert Rheinmetall weiter in den Bereichen Verteidigung und Schiffsbau. Der wachsende Auftragsbestand und strategische Partnerschaften deuten auf eine langfristige Ausrichtung hin – mit Fokus auf Raketenproduktion und Werftenengagement.

Quelle