Rossinis Reise nach Reims begeistert mit Akrobatik und musikalischem Feuerwerk
Dörthe ScheuermannRossinis Reise nach Reims begeistert mit Akrobatik und musikalischem Feuerwerk
Eine glanzvolle Inszenierung von Die Reise nach Reims – einer Opera buffa, die Gioachino Rossini 1825 zur Krönung von König Karl X. komponierte – hat stehende Ovationen geerntet. Die Aufführung, angesiedelt im fiktiven Hotel Goldene Lilie, verbindet gesellschaftliche Intrigen mit akrobatischen Spektakeln und feurigen musikalischen Darbietungen.
Die Handlung entfaltet sich in einer prunkvollen Hotellobby, einem Flur und einem Speisesaal, die allesamt von Rufus Didwiszus gestaltet wurden. Das Ensemble aus 14 Sänger:innen liefert eine körperlich anspruchsvolle Vorstellung ab – während der Arien führen sie mit beeindruckender Präzision akrobatische Einlagen aus. Auf der Bühne werden Pistolen abgefeuert, und an einer Stelle gerät sogar eine Harfe in Brand, was die dramatische Wirkung noch steigert.
Cecilia Bartoli glänzt in der Rolle der Corinna und begeistert mit ihren koloraturreichen Gesangskünsten. Die Sänger:innen tragen extravagante Fantasiekostüme von Victoria Behr, die die opulente Atmosphäre der Oper noch unterstreichen. Gianluca Capuano dirigiert das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble Les Musiciens du Prince-Monaco und sorgt so für eine authentische und lebendige musikalische Interpretation.
Die Mischung aus gesanglicher Brillanz, Akrobatik und Bühneneffekten hat das Publikum in ihren Bann gezogen. Mit seinen anspruchsvollen Rollen und der aufwendigen Inszenierung erweist sich Die Reise nach Reims als ein mitreißendes Schaufenster operntypischen Talents und künstlerischer Kreativität.






