Rotes Rathaus öffnet Türen: 7.000 Berliner erleben Politik zum Anfassen
Siegrid RöhrichtRotes Rathaus öffnet Türen: 7.000 Berliner erleben Politik zum Anfassen
Tausende Menschen besuchten beim zweiten Tag der offenen Tür das Berliner Rote Rathaus. Rund 7.000 Gäste erkundeten das historische Gebäude, trafen auf Politiker und nahmen an besonderen Aktivitäten teil. Zu den Höhepunkten zählten Gespräche mit dem regierenden Bürgermeister Kai Wegner und anderen hochrangigen Vertretern der Stadt.
Der Andrang war bereits am frühen Morgen groß: Lange Schlangen bildeten sich, als Besucher darauf warteten, das Büro des Bürgermeisters und den Sitzungssaal des Senats zu besichtigen. Auch sonst verschlossene Räume waren für die Öffentlichkeit zugänglich. Besonders gefragt waren die Gesprächsrunden mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) und Finanzsenator Stefan Evers (CDU), bei denen die Teilnehmer Fragen stellen und ihre Ansichten einbringen konnten.
Familien mit Kindern vergnügten sich bei einer Schnitzeljagd und einer Kinder-Pressekonferenz, bei der junge Teilnehmer Kai Wegner mit Fragen löcherten. Im Mittelpunkt stand zudem Berlins Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele – mit Ausstellungen und Informationsständen für die Besucher. Vor Ort waren außerdem zwei mobile Bürgerämter im Einsatz, die praktische Hilfestellung anboten.
Wegner zeigte sich später zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und betonte: „Unsere Demokratie lebt vom Dialog.“ Der Tag der offenen Tür knüpfte an die Premiere im Vorjahr an, die etwa 8.300 Besucher angelockt hatte.
Die Aktion im Roten Rathaus ermöglichte einen direkten Zugang zu Berlins politischen Verantwortungsträgern und Regierungsräumen. Mit einem Programm für alle Altersgruppen und Diskussionen zu zentralen Stadtprojekten stärkte die Veranstaltung die Bürgerbeteiligung. Die Organisatoren verzeichneten großes Interesse – ein Zeichen dafür, dass der Tag der offenen Tür künftig fest im Berliner Veranstaltungskalender verankert werden könnte.






