02 April 2026, 10:32

Rückgang der Spätaussiedler aus Kasachstan: Warum immer weniger nach Deutschland kommen

Alter Briefumschlag mit einem deutschen Stempel von 1909, frankiert für den Versand von Österreich nach Deutschland am 7. August 1909.

Rückgang der Spätaussiedler aus Kasachstan: Warum immer weniger nach Deutschland kommen

Die Zahl der Spätaussiedler, die aus Kasachstan nach Deutschland kommen, ist in den letzten 15 Jahren stark zurückgegangen. Anfang der 2000er-Jahre machten sich noch zehntausende jährlich auf den Weg, doch aktuelle Zahlen zeigen, dass heute nur noch wenige tausend pro Jahr registriert werden. Friedland, die zentrale Aufnahmeeinrichtung in Niedersachsen, bleibt weiterhin der wichtigste Ankunftsort für diese Neuankömmlinge.

In den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er verzeichnete Deutschland einen deutlichen Anstieg von Spätaussiedlern aus Kasachstan. Anfang der 2000er-Jahre ließen sich jährlich über 38.000 Menschen registrieren. Bis 2010 sank diese Zahl jedoch auf nur noch 508.

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Im Jahr 2025 bearbeitete Friedland 4.238 Personen, darunter 1.079 aus Kasachstan. Im selben Jahr wurden 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler geprüft, wobei 3.700 bewilligt wurden. Die Einrichtung koordiniert zudem Integrationshilfen wie Sprach- und Orientierungskurse.

Trotz des Rückgangs bleibt Friedland die einzige Aufnahme- und Registrierungsstelle für Spätaussiedler in Niedersachsen. Historische Aufzeichnungen zeigen einen stetigen Rückgang seit 2011, wobei die genauen Gründe für diese Entwicklung unklar bleiben.

Die neuesten Zahlen bestätigen den langfristigen Abwärtstrend bei den Spätaussiedler-Zuwanderungen aus Kasachstan. Friedland ist weiterhin in Betrieb und kümmert sich um die Registrierung sowie um Integrationsprogramme für diejenigen, die noch kommen. Die heutigen Gemeinschaften, wie die rund 250.000 Menschen starke Gruppe in Berlin, spiegeln das Erbe der früheren Migrationswellen wider.

Quelle