Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Siegrid RöhrichtSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Arbeitskräfte
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Die Anzahl der international tätigen Arbeitnehmer, die in die Sozialversicherung einzahlen, hat sich vervierfacht. Zwischen 2020 und 2025 verzeichnet das Bundesland damit das stärkste Wachstum unter allen ostdeutschen Ländern.
Mittlerweile stammen fast neun Prozent der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt aus dem Ausland. Jedes vierte Unternehmen in der Region beschäftigt internationale Mitarbeiter – doch fast drei Viertel der Betriebe setzen nach wie vor nicht auf ausländische Arbeitskräfte.
Seit 2015 hat sich die Zahl der Unternehmen, die Personal aus dem Ausland einstellen, mehr als verdoppelt. Vor allem größere Betriebe treiben diese Entwicklung voran und rekrutieren vermehrt im Ausland. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung. Als zentrale Gründe nennt er den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel, die den Bedarf an ausländischen Arbeitskräften erhöhen.
Das Land bleibt auf Kurs, die Zahl der internationalen Beschäftigten weiter zu steigern. Diese Strategie soll den langfristigen Arbeitskräftebedarf sichern und aktuelle Lücken auf dem Arbeitsmarkt schließen. Sachsen-Anhalts Wachstum bei ausländischen Arbeitskräften übertrifft dabei das anderer ostdeutscher Bundesländer. Die Unternehmen der Region passen sich zunehmend an, indem sie mehr internationale Mitarbeiter einstellen – ein Schritt, der lokale Arbeitskräftemängel abfedert und die wirtschaftliche Stabilität stärkt.






