Sachsen-Anhalts Gastgewerbe 2025: Weniger Umsatz, aber mehr Beschäftigte als je zuvor
Dörthe ScheuermannSachsen-Anhalts Gastgewerbe 2025: Weniger Umsatz, aber mehr Beschäftigte als je zuvor
Sachsen-Anhalts Gastgewerbe durchlebte 2025 ein schwieriges Jahr mit real sinkenden Umsätzen – doch die Beschäftigung stieg
Die Branche in Sachsen-Anhalt verzeichnete 2025 ein herausforderndes Jahr: Die realen Umsätze gingen zurück, während die Beschäftigtenzahlen im gesamten Sektor stiegen. Auch bundesweit zeigte sich ein gemischtes Bild, da steigende Kosten und eine schwache Konsumnachfrage ihre Spuren hinterließen.
In Sachsen-Anhalt sanken die realen Umsätze im Gastgewerbe 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 %. Traditionelle Beherbergungsbetriebe verzeichneten einen Rückgang der realen Erlöse um 2,2 %, während der nominale Umsatz leicht um 0,7 % zulegte.
Noch stärker betroffen war der Gastronomiebereich: Hier fielen die realen Umsätze um 4,5 %, die nominalen Werte gingen um 0,6 % zurück. Ähnliche Trends zeigten sich bundesweit, getrieben von konjunktureller Schwäche und zurückhaltenden Konsumausgaben. Seit 2022 belasten stark gestiegene Kosten für Lebensmittel, Energie und Löhne die Branche zusätzlich.
Doch die Beschäftigung entwickelte sich gegenläufig: In Sachsen-Anhalt wuchs die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe 2025 um 1,7 % – ein Trend, der sich mit einem bundesweiten Anstieg um denselben Prozentsatz deckt. Im Gastronomiebereich stieg die Mitarbeiterzahl um 1,6 %, in der Beherbergung sogar um 2,0 %.
Auf nationaler Ebene sank der nominale Umsatz der Branche um 0,3 % im Jahresvergleich. Beherbergungsbetriebe mussten einen realen Rückgang von 2,5 % hinnehmen, während der nominale Umsatz minimal um 0,3 % stieg.
Die Zahlen für 2025 zeigen eine Branche unter finanzieller Belastung: Trotz leichter nominaler Zuwächse in einigen Bereichen schrumpften die realen Erlöse. Der Beschäftigungsaufbau deutet jedoch darauf hin, dass sich Unternehmen auf eine Erholung vorbereiten – auch wenn hohe Kosten und eine schwache Nachfrage weiterhin centrale Herausforderungen bleiben.






