22 March 2026, 16:32

Scharrenbach räumt toxisches Arbeitsklima in NRW-Ministerium ein – und verspricht Reformen

Ein Mann in einem weißen Kleid und einer Mütze sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen und spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch zu sehen sind, mit einer anderen Person mit Brille rechts von ihm, in einem Raum mit einer Wand und einer Tür dahinter.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - Scharrenbach räumt toxisches Arbeitsklima in NRW-Ministerium ein – und verspricht Reformen

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach hat auf schwere Vorwürfe zum Arbeitsklima in ihrem Ministerium reagiert. Berichte des Spiegel und des WDR beschreiben eine Atmosphäre der "Angst und Einschüchterung" – Scharrenbach erkannte die Probleme an und kündigte Reformen an.

Zu den Vorwürfen gehören Mobbing und Machtmissbrauch. Ein hochrangiger Mitarbeiter äußerte anonym: "Diese Frau hat mich zerstört."

Auslöser der Debatte war die Veröffentlichung interner Dokumente durch den Spiegel, die ein toxisches Arbeitsumfeld in Scharrenbachs Abteilung "Digitale Verwaltung" belegen. Bereits im Januar 2025 sollen Personalvertreter den Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, über Fehlverhalten informiert haben.

Liminski bestätigte, dass es während der Umstrukturierung der Abteilung zu Beginn der Legislaturperiode Fragen gegeben habe. Die Probleme seien vor der Bundestagswahl 2025 mit Scharrenbach und Staatssekretär Daniel Sieveke besprochen worden.

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Scharrenbach räumte Fehler in ihrer Führungsweise ein. Als konkrete Maßnahmen kündigte sie gemeinsame Gespräche mit betroffenen Mitarbeitern und eine stärkere Einbindung des Betriebsrats an. Zudem bot sie persönliche Gespräche mit Geschädigten an und betonte, die Vorwürfe ernst zu nehmen.

Bisher gibt es jedoch keine konkreten Hinweise darauf, dass sich das Arbeitsklima seit Bekanntwerden der Vorwürfe verbessert hat.

Das Ministerium steht nun unter Druck, wirksame Reformen umzusetzen. Scharrenbachs Eingeständnis von Fehlern und die angekündigten Schritte markieren die erste offizielle Reaktion auf die Vorwürfe. Ob sich die Arbeitsbedingungen dadurch tatsächlich ändern, bleibt abzuwarten.

Quelle